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Montag, 11 November 2013, 21:08 - Lars Hannig  Allgemein

Mein Nano Projekt 2013

Die zweite Nanowrimo Woche hat begonnen und ich habe gerade noch schnell nach Feierabend die letzten Worte für mein heutiges Pensum geschrieben.
Ein wenig hinke ich hinterher- da fühlt man sich mal ein paar Tage kränklich und dann das. Die ganze Planung steht Kopf. Da gibt’s nur eins: Weiterkämpfen- nicht aufgeben.
Damit ihr überhaupt wisst, worum sich meine diesjährige Nano Geschichte dreht, gibt es hier einen kleinen Klappentext.

„Die Dreizehnjährige Carol steckt in der Klemme. Ihre alleinerziehende Mutter, Annie, ist verschwunden und zu allem Überfluss hat man sie zu Pflegeeltern gesteckt, die nicht ätzender sein könnten.
Um mit der Situation klarzukommen, schreibt Carol sich ihren Frust von der Seele und wirft die Briefe in den nächsten Briefkasten. Solange sie denken kann, verschickt sie ihre Sorgen an die Adresseinblendung aus der alten Kindersendung The Santa Connection.
Von der Seele- in den nächsten Briefkasten- unzustellbar und aus der Welt. So läuft das. Nicht das Carol an etwas so kindisches wie den Rauschebart glaubt. Schon gar nicht rechnet sie damit, dass tatsächlich jemand ihre Briefe öffnet.
Thad ist ein zäher Brocken, ein alter Hase in diesem Geschäft.
Sein Agent hat ihm über Jahre Briefe vorenthalten. Einige stammen von Annie, die ihm nicht aus dem Kopf ging und von der er dachte, sie habe sich nicht mehr gemeldet. Gewissensbisse nagen an ihm. Doch als er den jüngsten Brief ihrer Tochter liest, geht ihm sein Arsch auf Grundeis.
Er schwingt sich auf sein Motorrad und braust hinaus in die Nacht.
Vielleicht hat das Bens noch auf. Ein guter Schluck Rum konnte nicht schaden. Danach würde er weitersehen…“

So und nu‘ is‘ Feierabend für heute. 😉

Euer Starcat


Sonntag, 20 Oktober 2013, 10:15 - Lars Hannig  Allgemein

Elf und Einer

Hehe, ich konnte mir die Anspielung nicht verkneifen. Morgen sind es noch elf Tage bis zum Nano. Zeit die treuen Werkzeuge aus der abgewetzten Ledertasche zu holen und sie auf Hochglanz zu bringen. Es gibt so vieles, was vorher noch erledigt werden will, bevor man ins Land des Schreibens verschwindet. Hat man die Katze gefüttert? Den Herd ausgemacht? Die Zeitung abbestellt? Nimmt man den Hogwarts Express, den Schrank nach Narnia oder doch den DeLorean zurück in die Vergangenheit?
Wie fängt man am besten an? Schreibt man sich vorher warm? Plant alles minutiös durch? So viele Fragen.

Ich vermute da hat jeder erfahrene Nano seine eigenen Tricks und Gewohnheiten. Was aber tun, wenn dies der erste Nanowrimo werden soll? Wenn der unsichere Geschichtenkritzler sich also endlich daran macht, seinen Traum in die Tat umzusetzen und sich an seinen ersten richtigen Roman wagt?
Ich denke für jeden bedeutet der Nanowrimo etwas anderes.
Für mich ist es, nach dem fünften Mal, fast schon eine nostalgische Zeit, die besonders dem Schreiben gewidmet ist.
Zwar schreibe ich auch im Alltag regelmäßig, mit nur wenigen Ausnahmen, wenn es so gar nicht in Ort und Zeit passen will, aber der November ist dennoch immer etwas Besonderes.

Ursprünglich kostete es mich einiges an Überwindung, nach Jahren des stillen Schreibens endlich zu sagen: Ich setze mich jetzt ganz gezielt hin und schreibe meinen Roman. Punktum. Direkt kamen die Gedanken- darf ich das überhaupt so sagen?

Sicher kennen viele jungen Nanos diese Gedankengänge, die allesamt darin begründet sind, dass das Schreibhandwerk in Deutschland längst nicht den Stellenwert hat, wie beispielsweise in den USA. Dort gibt es seit Jahrzehnten eine intensive Förderung von Jungautoren. Des Nachwuchses, zu dem ich als Nano natürlich auch zähle.
In Deutschland wird das Autorendasein sehr mystifiziert betrachtet. Die allgemeine Vorstellung ist weit von der Realität entfernt. Was sehr schade ist, denn eben diese falschen Vorstellungen und Erwartungen machen es dem Neuling schwer seinem Umfeld zu sagen: Ich schreibe einen Roman.

Oft geht damit die Angst der Ablehnung einher.
Was, wenn Freunde und Familie das eigene Tun belächeln, es nicht ernst nehmen? Macht man sich nicht vielleicht selbst etwas vor? Was wenn am Ende nach der ganzen harten Arbeit kein Verlag den Roman veröffentlichen will? Wie soll man dann den Menschen ins Gesicht sehen, die es die ganze Zeit wussten, ja sogar gesagt haben? Also doch lieber etwas Anständiges mit seiner Zeit anfangen?
Nein! Wer schreiben möchte, sollte schreiben.
Einige der genannten Punkte werden garantiert eintreffen. Es wird sich höchstwahrscheinlich kein Verlag finden- doch das ist die Regel und nicht das Ende der Welt. Wer unbedingt etwas veröffentlichen möchte, kann andere Wege gehen.

Und was ist mit den Freunden und Familie, die sich nicht trauen zu sagen, was sie wirklich denken? Sie haben versucht diese Hirngespinste mit einem Lächeln auszutreiben- ohne Erfolg. Und nun hockt der junge Nano da alleine in seiner Bude und tippt und kritzelt vor sich hin, voller vergeblicher Hoffnung auf Ruhm und Reichtum. Verschwendet sein Leben mit Gedanken an Geschichten und Orte, die es doch gar nicht gibt. So ein Schwachsinn! Was werden bloß die Nachbarn sagen? Kann den denn nicht mal jemand wachrütteln?
Sollte es nicht eine Selbsthilfegruppe für Angehörige geben? Schließlich klingt es fast so, als gäbe es kaum noch Möglichkeiten tiefer zu sinken. Fehlt nur noch exzessiver Drogenkonsum. Am Ende sitzt man in abgewetzter Kleidung am Bahnhof und spricht die Passanten an, wie es mit einem Quickie wäre- einer Kurzgeschichte, gleich hinter der nächsten Ecke geschrieben, wo es auch niemand sieht.
Jaja, nicht einfach ist das Nachwuchsautorendasein.
Eine Prise Humor wirkt oft Wunder.

Auch den Nano sollte man nicht zu erst nehmen, es soll schließlich Spaß machen und wie oft hat man schon die Gelegenheit einem Traum nachzugehen, ohne gleich erfolgreich sein zu müssen? Wenn es beim ersten Mal nicht klappt, dann vielleicht beim Zehnten. Ein langer Atem zählt zu den wichtigsten Eigenschaften eines Autors. Handwerk lässt sich lernen.

Schon diese Wochen vor dem Nanowrimo sind für mich erfüllt von Vorfreude, wie andere Menschen sich auf einen Urlaub in einem fernen Land freuen. Es kribbelt mir in den Fingern und ich bin neugierig, was ich alles erleben werde. Welche Charaktere mir begegnen und welche Orte ich beschreiten werde.

Noch weiß ich, nicht wohin die Reise denn gehen soll. Ich habe zwei Geschichten, in jeder Hand eine.
Beide haben ihren ganz eigenen Reiz. In der einen treffe ich auf alte-, in der zweiten auf neue Freunde.
Vielleicht fällt die Entscheidung erst im letzten Moment, wie so oft.

Euer Starcat


Sonntag, 13 Oktober 2013, 14:45 - Lars Hannig  Allgemein

Willkommen zurück!

Auch ich möchte Euch wieder auf unserem frisch zum Leben erweckten Blog begrüßen. Neu, jetzt mit Eulengeschmack!
Was es damit auf sich hat, bleibt vorerst wohl unser Geheimnis. 😉
Kein Geheimnis ist, dass es noch etwas über zwei Wochen bis Halloween sind. Eine Nacht, der ich in den letzten Jahren stets entgegengefiebert habe.
Meine Freude auf die Nacht vor Allerheiligen liegt nicht etwa in dem Vergnügen an den schaurigen Dingen des Lebens oder meiner morbiden Seite- zumindest nicht alleine.
Vor allem ist es die Freude auf den Nanowrimo die mich schon jetzt erfüllt.
Die Vorfreude ein neues Romanprojekt zu beginnen.
Selbst wenn es bedeutet, ein anderes Projekt für eine Weile- zumindest für den November- zur Seite zu legen.
In stillen Augenblicken gehen bereits die ersten Gedanken auf die Reise, besuchen ferne Orte und andere Epochen. Vielleicht auch Welten, die unserem Alltag völlig fremd sind.
Ich denke zurück an vergangene Nanowrimos und gebe dem Kribbeln in meinen Fingern endlich nach.

Es ist höchste Zeit erste Vorbereitungen zu treffen.
Ich gehöre nicht zu den Autoren, die ihre Geschichte minutiös durchplanen und dann nur noch niederschreiben.
Meistens habe ich eine Vorstellung der Hauptfiguren, dem Ton der Geschichte, ein paar Locations oder auch schon ein paar grobe Schlüsselszenen vor Augen.
Diese Gedanken schreibe ich auf und füge hier und da etwas hinzu.
In der Vergangenheit hat es gut funktioniert, mir einen groben Ablaufplan dieser Schlüsselszenen zu machen.
Wieder greife ich zum yWriter, einem tollen Werkzeug, dass ich sicherlich selbst entwickeln müsste, wenn es nicht schon existieren würde. Zwar gibt es ein paar Features, die ich gerne anders hätte und ich hatte auch schonmal an einem eigenen Programm zur Organisation meiner Gedanken gearbeitet, aber größtenteils bin ich mit dem yWriter gut bedient. Die Zeit einer solchen Eigenentwicklung stecke ich dann wohl doch lieber in andere Projekte. Man muss das Rad ja nicht immer Neuerfinden. 😉

Wie auch in den letzten Jahren habe ich vor einer knappen Woche begonnen, einige Ideen zusammenzufassen. Es bleibt die Qual der Wahl. Wieder einmal habe ich mindestens drei Romanideen, die spannend und sicherlich lohnenswert zu schreiben sind.

Es wird eine Geschichte sein, die wieder mehr Abstand von unserer Alltagswelt nimmt, als es beim letzten Nano mit der Feuerprobe der Fall war. Soviel kann ich schon verraten.

Welche Idee ich aber letztendlich angehe, wird sich zeigen. Im Zweifelsfall werden wohl die Würfel entscheiden.

Euer Starcat


Freitag, 26 Juli 2013, 20:23 - Lars Hannig  Allgemein

Fortschritt

So, wieder ein gutes Tagespensum geschafft!
Im Juni bin ich endlich zu meinem jüngsten Nano-Roman zurückgekehrt und nähere mich dem letzten Viertel.
Die erste Rohfassung von „Die Feuerprobe“ umfasst aktuell gut 85.000 Worte- liegt also im groben Rahmen meiner anderen Romanentwürfe und hat sich gut entwickelt.
Dabei fiel es mir zu Anfang schwer, denn das Thema war Neuland für mich. Es ist ein Thriller, der noch dazu in unserer Gegenwart spielt. Umso mehr freut mich die Richtung, in die sich die Charaktere entwickelt haben und ich bin gespannt, wie sie sich aus ihrer kniffligen Lage befreien werden.

Nachtrag: 10. August

Die Rohfassung meines Romans „Die Feuerprobe“ ist erstmal abgeschlossen und umfasst 101200 Worte. Mal überlegen, welche Idee ich als nächstes angehe…

Euer Starcat

 


Montag, 3 Dezember 2012, 19:40 - Lars Hannig  Allgemein

The End

Es ist Dezember. Es schneit, zumindest hier in München. Der diesjährige Nanowrimo ist zuende und in drei Wochen ist es bereits Weihnachten.
Der vergangene Monat war eine besonders anstrengende Zeit für mich und ich war froh an diesem ersten Dezember Wochenende etwas mehr Zeit zum durchatmen zu haben.
Wir waren im Tierpark Hellabrunn, wo dank Temperaturen um drei Grad kaum Besucher waren. So konnten wir in aller Ruhe etwas Spazierengehen und uns zwischendurch in den beheizten Gebäuden, wie dem Schildkrötenhaus, wieder aufwärmen. Deshalb folgt auch erst jetzt wieder ein Blog Eintrag.
Nun aber noch einmal zum Nano.
Gegen Ende habe ich etwas mehr kämpfen müssen als in den Jahren zuvor. Am letzten Tag schrieb ich 4119 Worte, davon 2600 Worte am Morgen und den Rest nach der Arbeit.
Wirklich beeindruckend war dagegen der Endspurt den Winkekatze hingelegt hat. Sie benötigte am Morgen noch gut 10.000 Worte und hat es trotzdem geschafft! Wenn das mal kein Ansporn für Zeiten ist, in denen es mal nicht ganz so flüssig läuft und in denen man glaubt nicht mehr aufholen zu können.
Gegen Mitternacht haben Winkekatze und ich die 50.000 Wortgrenze überschritten, unsere Romanentwürfe auf der Website validiert und unsere Winner-Goodies eingesammelt.

Ganz besonders freut mich was Winkekatze in diesem Nano geleistet hat. Sie hat nicht nur den Grundstein für eine spannende Geschichte gelegt, sondern auch Kampfgeist und Durchhaltevermögen bewiesen, als es darauf ankam und sich ihre erste Nano Urkunde verdient.

Euer Starcat


Donnerstag, 29 November 2012, 22:34 - Lars Hannig  Allgemein

Das Ende naht

Das Ende des diesjährigen Nanos rast mit erschreckender Geschwindigkeit herbei und ich bin mal wieder kaum dazu gekommen zu bloggen. Naja, ich habe euch ja vorgewarnt, dass eine stressige Zeit bevorsteht.
Dennoch habe ich mich nicht davon abhalten lassen, regelmäßig zu schreiben. Heute und Morgen werde ich mich nochmal ziemlich reinknien müssen und dann ist es geschafft. Ich bin zuversichtlich.
Seltsamerweise schien in diesem Jahr bei vielen Wrimos der Wurm drin gewesen zu sein. Viele Schreibkollegen schienen in diesem Jahr mächtig zu kämpfen zu haben. Besonders habe ich es bei Winkekatze miterlebt. Zeitweise ist sie gar nicht zum Schreiben gekommen und hat dann doch weitergekämpft und an manchen Tagen beeindruckende 5000 Worte zu Papier gebracht.
Auch wenn es für mich ein anstrengender und hektischer Nano war, bei dem ich mich oft von Tagespensum zu Tagespensum kämpfte, hat es mir viel Spaß gemacht.
Am Ende steht für mich noch keine fertige Rohfassung, sondern vielleicht die Hälfte. So war es bisher bei jedem meiner Nanos. Es ist mein erster Versuch einen Roman in der Welt zu schreiben, die uns im Alltag umgibt oder zumindest manche von uns. Die andere Seite der Medallie ist ein Thriller, bei dem noch viele Fragen offen sind. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht!
Bis zum Erstentwurf wird es noch viel Arbeit sein, aber auch viel Spaß machen.

Euer Starcat


Donnerstag, 8 November 2012, 20:04 - Lars Hannig  Allgemein

Auf den Fersen meiner Protagonistin

Obwohl gestern ein langer Tag war und ich demnach heute erst eine Stunde später aus dem Bett kam (was weniger Zeit fürs Schreiben bedeutet), war auch heute schon ein guter Schreibtag. Nachdem ich die letzten Tage vor allem der Protagonistin kennenlernte, habe ich mich heute wieder meiner Antagonistin an die Fersen geheftet und an der Szene gearbeitet, in der sie ihren Heimatort erreicht.
Was den Wordcount angeht habe ich etwas über 1300 Worte geschafft. Aber da das Internet gerade nicht funktioniert, muss das Update noch etwas warten. Ich bin noch hinter dem Tagespensum, aber nicht mehr allzu weit und obwohl ich insgesamt einiges aufholen müsste, könnte ich es an einem erfolgreichen Schreibtag oder einem Wochenende durchaus schaffen.
Vielleicht komme ich ja schon an diesem Wochenende dazu.
Besonders freut mich, dass Winkekatze gestern einige gute Ideen für ihre Geschichte bekam. Es macht einfach am meisten Spaß, wenn man mit dem Schreiben nicht alleine ist. Jemanden enthusiastisches neben sich zu haben, ist umso motivierender. Ich freue mich drauf wie es weitergeht.

Euer Starcat


Donnerstag, 8 November 2012, 0:59 - Lars Hannig  Allgemein

Der siebte Tag

Obwohl ich mich noch immer gegen den Strom der Zeit vorwärts kämpfen muss und der Wordcount, den ich hinter mir lasse, in diesen Tagen kaum das erhoffte Pensum erreicht, fühle ich mich in meiner Geschichte immer heimischer. Heute liege ich noch gut 400 Worte hinter dem Pensum, aber es war schon ein guter Tag zum Schreiben.

Meine Protagonistin ist mir ein Stück weiter ans Herz gewachsen und so langsam erschließt sich mir ihr Lebensalltag.
Der Erzähler lernt langsam, wann es besser ist mal die Klappe zu halten und der Geschichte ihren Lauf zu lassen, als zuviel vorweg zu nehmen.
Durch das zweite Kapitel habe ich mich erneut durchgekämpft und es ist lebendiger geworden. Ich weiß, eigentlich sollte man im Nano keine Zeit in Überarbeitung stecken, aber mir geht es mehr darum eine gute Geschichte zu erzählen, als um bloßen Wordcount. Ein Kapitel mit 1200+ Worten habe ich ganz verworfen. Lieber habe ich ein paar Worte weniger und dafür eine bessere Basis, mit der ich weiterarbeiten kann, als einen riesigen Wortschwall, der mir nicht gefällt und der später umso mehr Überwindung erfordert, um ihn auseinanderzuklamüsern. (Now that’s a word I do’t use every day.)
Neben dem Pensum von heute fehlt mir ein weiteres Tagespensum zum empfohlenen Wordcount. Neben Arbeit, Lernstress und Alltag fehlte mir schlichtweg die Zeit und Kraft länger zu schreiben. Es soll ja auch die Geschichte weiterbringen und ich schreibe ungern für den Papierkorb. Zum Glück gibt es ja noch Wochenenden. Ich hoffe bei der Gelegenheit neben dem Lernen auch wieder etwas aufzuholen.

Euer Starcat


Freitag, 2 November 2012, 22:27 - Lars Hannig  Allgemein

Tag Zwei

Die ersten beiden Tage des Nanos sind vergangen, bleiben noch 28 weitere. Am ersten Tag habe ich mein Pensum gut geschafft und sogar einen kleinen Vorsprung von knapp 600 Worten verbuchen können. Die habe ich dann heute, am zweiten Tag, aber auch schon gebraucht. Vor der Arbeit habe ich circa 1200 Worte geschafft. Vielleicht kann ich heute Abend noch etwas schreiben und meinen Vorsprung erhalten. Soviel zu den Zahlen, doch eigentlich lege ich wenig Wert auf Word Counts. Wichtiger ist mir meine Geschichte und das es vorwärts geht mit der Handlung.

Dieses Jahr ist meine Nano Geschichte ein besonderes Experiment. Es geht in eine neue Richtung und ich habe auch noch nie so wenig geplant.

Leider rächt sich das ein wenig. Ich bin mit der Qualität dessen, was ich bisher geschrieben habe, noch absolut nicht zufrieden. Ich brauche recht lange, um in die Geschichte reinzukommen. Der Erzähler quasselt mir zu viel. Die Schauplätze, die Charaktere und überhaupt das Setting der Geschichte sind noch sehr neu für mich. Vielleicht hilft mir ja das Wochenende dabei, mich in der Welt meiner Geschichte besser zurechtzufinden.

Außerdem zeigt sich bereits jetzt, es macht mir mehr Spaß, mir etwas Eigenes auszudenken, als auf Bekannte Namen oder Orte Bezug zu nehmen. Zumindest der Hauptschauplatz meiner Geschichte ist zum Glück fiktiv.

Wirklich stolz bin ich dagegen auf Winkekatze, die bereits am ersten Tag einen großen Vorsprung verbuchen konnte und scheinbar entwickelt sich ihre Geschichte gut. Weiter so!

Allen Nano Mitstreitern, die diesen Blog vielleicht lesen, drücke ich fest die Daumen und wünsche eine spannende und kreative Zeit!

Euer Starcat


Mittwoch, 31 Oktober 2012, 9:09 - Lars Hannig  Allgemein

Meine Synopsis passend zu Halloween

Morgen ist es tatsächlich schon soweit- der Nanowrimo 2012 beginnt! Habt ihr schon alles vorbereitet? Den Wecker vorgestellt? Familie und Freunden darauf vorbereitet, dass ihr in den Schreibzeiten für nichts und niemanden zu sprechen seid? Das Telefon aus der Wand gerissen? Das Smartphone in der hintersten Ecke vergraben? Alle Internetseiten gesperrt, die nichts mit Recherche oder Nano zu tun haben? Euren Koffeinvorrat aufgestockt? Eure Schreibtalismane herausgekramt? Papiervorrat gesichert, Bleistifte angespitzt, Füller im Holster und genug Tintenpatronen im Gurt? Alle Systeme auf Nano! Dann kann es ja losgehen!
Besonders praktisch in diesem Jahr ist, das Allerheiligen auf den ersten November fällt. Der Beginn des Nano ist also wortwörtlich ein Tag zum Feiern und eine Gelegenheit einen kleinen Vorsprung einzuholen.
Grundsätzlich kann ich am besten morgens schreiben, direkt nach dem Aufstehen. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit fällt es zwar etwas schwerer das kuschelige Bett zu verlassen, aber was tut man nicht alles, um einem Traum nachzugehen?
Ich bin es schon gewohnt, früh aufzustehen und etwas Zeit zum Schreiben zu haben. Für den Nano habe ich mir vorgenommen, mir mindestens eine Stunde mehr zu nehmen, damit es nicht in unnötigem Stress ausartet. Den habe ich im November schließlich noch genug. Die Abschlussprüfung meiner Ausbildung steht an und ich muss den ganzen Lehrstoff in nur zwei Wochen wiederholen und nebenbei noch eine Projektarbeit abliefern. Doch genug davon. Zurück zum Nano!
Im letzten Eintrag habe ich ja schon angedeutet, dass ich mich endlich für eine Geschichte entschieden habe. Bisher habe ich für keine Nano Geschichte so wenig geplant, wie für diese. Soweit gibt es bloß eine knappe Synopsis. Doch die möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

„Juliane K ist 27, attraktiv, hat ihr Diplom in Biochemie mit Auszeichnung gemacht und schnell eine Doktorandenstelle an einem Münchener Institut gefunden. Das Negativimage der Schulzeit, ein „Streber“ und „Bücherwurm“ zu sein, hat ihr im Nachhinein einige Tore geöffnet. Sie ist ehrgeizig, fleißig, freundlich und ihr Lebenslauf ist makellos. Sie ist eine unauffällige Mieterin und lebt in einem kleinen Apartment. Für Kontakte neben der Arbeit bleibt keine Zeit.
Als ihr Vater, der bekannte Genetiker Dr Konstantin K stirbt, reist sie für die Beisetzung in ihre Heimatstadt, Ebersfeld im Münsterland, zurück. Der Verlust nimmt sie sehr stark mit. Ihre eigenen Träume hat sie stets hinten angestellt und ihre Karriere danach ausgerichtet eines Tages gemeinsam mit ihrem Vater zu forschen. Alles, was sie sich aufgebaut hat, scheint über Nacht sinnlos geworden zu sein. Inmitten ihrer Trauer und Sinnkrise sieht sie sich mit den Schatten ihrer Vergangenheit konfrontiert.
Sie kommt an ihrer ehemaligen Schule vorbei und sieht sich selbst in einem jugendlichen Mädchen, das von einer Gruppe Mitschülern fertiggemacht wird. Der lauteste der Jungen ist nicht weit vom Stamm gefallen- wie sich zeigt hat schon sein älterer Bruder Juliane die Schulzeit zur Hölle gemacht.
Vielleicht liegt doch ein tieferer Sinn darin zurückzukehren, denkt Juliane. Sie freundet sich mit Amelie, der Außenseiterin an. Die Achtzehnjährige ist froh um ihre erwachsenere Freundin, die ihr Mut zuspricht und sie versteht. Sie sind einander nicht unähnlich.
Als Amelie sie in ihrem Elternhaus besucht, weiht Juliane sie in ihren Plan ein. Sie gibt Amelie eine Chance, die sie selbst nie hatte- eine Chance auf Wiedergutmachung. Sich zu wehren. Es ihren Peinigern so richtig zu zeigen, damit sie ein für alle Mal in Ruhe gelassen wird.
Doch Amelie bekommt durch die plötzliche aufdringliche Art ihrer neuen Freundin Angst und möchte gehen. Es kommt zu einem Gerangel. Bevor Juliane klar wird, was geschieht, liegt Amelie bewusstlos auf ihrer Couch. Manche Menschen muss man vielleicht zu ihrem Glück zwingen, denkt Juliane. In jedem Fall ist es zu spät, die Sache einfach auf sich beruhen zu lassen…“

Wie ihr sicher schon vermutet, handelt es sich um einen Thriller. Passend zu Halloween wage ich mich auf neuen Boden. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich die Geschichte entwickelt und ob die Charaktere tatsächlich so sind, wie ich sie mir im Moment vorstelle. Ich kann es kaum erwarten, in die Tasten zu hauen!

Euer Starcat