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Montag, 3 Dezember 2012, 19:40 - Lars Hannig  Allgemein

The End

Es ist Dezember. Es schneit, zumindest hier in München. Der diesjährige Nanowrimo ist zuende und in drei Wochen ist es bereits Weihnachten.
Der vergangene Monat war eine besonders anstrengende Zeit für mich und ich war froh an diesem ersten Dezember Wochenende etwas mehr Zeit zum durchatmen zu haben.
Wir waren im Tierpark Hellabrunn, wo dank Temperaturen um drei Grad kaum Besucher waren. So konnten wir in aller Ruhe etwas Spazierengehen und uns zwischendurch in den beheizten Gebäuden, wie dem Schildkrötenhaus, wieder aufwärmen. Deshalb folgt auch erst jetzt wieder ein Blog Eintrag.
Nun aber noch einmal zum Nano.
Gegen Ende habe ich etwas mehr kämpfen müssen als in den Jahren zuvor. Am letzten Tag schrieb ich 4119 Worte, davon 2600 Worte am Morgen und den Rest nach der Arbeit.
Wirklich beeindruckend war dagegen der Endspurt den Winkekatze hingelegt hat. Sie benötigte am Morgen noch gut 10.000 Worte und hat es trotzdem geschafft! Wenn das mal kein Ansporn für Zeiten ist, in denen es mal nicht ganz so flüssig läuft und in denen man glaubt nicht mehr aufholen zu können.
Gegen Mitternacht haben Winkekatze und ich die 50.000 Wortgrenze überschritten, unsere Romanentwürfe auf der Website validiert und unsere Winner-Goodies eingesammelt.

Ganz besonders freut mich was Winkekatze in diesem Nano geleistet hat. Sie hat nicht nur den Grundstein für eine spannende Geschichte gelegt, sondern auch Kampfgeist und Durchhaltevermögen bewiesen, als es darauf ankam und sich ihre erste Nano Urkunde verdient.

Euer Starcat


Donnerstag, 29 November 2012, 22:34 - Lars Hannig  Allgemein

Das Ende naht

Das Ende des diesjährigen Nanos rast mit erschreckender Geschwindigkeit herbei und ich bin mal wieder kaum dazu gekommen zu bloggen. Naja, ich habe euch ja vorgewarnt, dass eine stressige Zeit bevorsteht.
Dennoch habe ich mich nicht davon abhalten lassen, regelmäßig zu schreiben. Heute und Morgen werde ich mich nochmal ziemlich reinknien müssen und dann ist es geschafft. Ich bin zuversichtlich.
Seltsamerweise schien in diesem Jahr bei vielen Wrimos der Wurm drin gewesen zu sein. Viele Schreibkollegen schienen in diesem Jahr mächtig zu kämpfen zu haben. Besonders habe ich es bei Winkekatze miterlebt. Zeitweise ist sie gar nicht zum Schreiben gekommen und hat dann doch weitergekämpft und an manchen Tagen beeindruckende 5000 Worte zu Papier gebracht.
Auch wenn es für mich ein anstrengender und hektischer Nano war, bei dem ich mich oft von Tagespensum zu Tagespensum kämpfte, hat es mir viel Spaß gemacht.
Am Ende steht für mich noch keine fertige Rohfassung, sondern vielleicht die Hälfte. So war es bisher bei jedem meiner Nanos. Es ist mein erster Versuch einen Roman in der Welt zu schreiben, die uns im Alltag umgibt oder zumindest manche von uns. Die andere Seite der Medallie ist ein Thriller, bei dem noch viele Fragen offen sind. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht!
Bis zum Erstentwurf wird es noch viel Arbeit sein, aber auch viel Spaß machen.

Euer Starcat


Donnerstag, 8 November 2012, 20:04 - Lars Hannig  Allgemein

Auf den Fersen meiner Protagonistin

Obwohl gestern ein langer Tag war und ich demnach heute erst eine Stunde später aus dem Bett kam (was weniger Zeit fürs Schreiben bedeutet), war auch heute schon ein guter Schreibtag. Nachdem ich die letzten Tage vor allem der Protagonistin kennenlernte, habe ich mich heute wieder meiner Antagonistin an die Fersen geheftet und an der Szene gearbeitet, in der sie ihren Heimatort erreicht.
Was den Wordcount angeht habe ich etwas über 1300 Worte geschafft. Aber da das Internet gerade nicht funktioniert, muss das Update noch etwas warten. Ich bin noch hinter dem Tagespensum, aber nicht mehr allzu weit und obwohl ich insgesamt einiges aufholen müsste, könnte ich es an einem erfolgreichen Schreibtag oder einem Wochenende durchaus schaffen.
Vielleicht komme ich ja schon an diesem Wochenende dazu.
Besonders freut mich, dass Winkekatze gestern einige gute Ideen für ihre Geschichte bekam. Es macht einfach am meisten Spaß, wenn man mit dem Schreiben nicht alleine ist. Jemanden enthusiastisches neben sich zu haben, ist umso motivierender. Ich freue mich drauf wie es weitergeht.

Euer Starcat


Donnerstag, 8 November 2012, 0:59 - Lars Hannig  Allgemein

Der siebte Tag

Obwohl ich mich noch immer gegen den Strom der Zeit vorwärts kämpfen muss und der Wordcount, den ich hinter mir lasse, in diesen Tagen kaum das erhoffte Pensum erreicht, fühle ich mich in meiner Geschichte immer heimischer. Heute liege ich noch gut 400 Worte hinter dem Pensum, aber es war schon ein guter Tag zum Schreiben.

Meine Protagonistin ist mir ein Stück weiter ans Herz gewachsen und so langsam erschließt sich mir ihr Lebensalltag.
Der Erzähler lernt langsam, wann es besser ist mal die Klappe zu halten und der Geschichte ihren Lauf zu lassen, als zuviel vorweg zu nehmen.
Durch das zweite Kapitel habe ich mich erneut durchgekämpft und es ist lebendiger geworden. Ich weiß, eigentlich sollte man im Nano keine Zeit in Überarbeitung stecken, aber mir geht es mehr darum eine gute Geschichte zu erzählen, als um bloßen Wordcount. Ein Kapitel mit 1200+ Worten habe ich ganz verworfen. Lieber habe ich ein paar Worte weniger und dafür eine bessere Basis, mit der ich weiterarbeiten kann, als einen riesigen Wortschwall, der mir nicht gefällt und der später umso mehr Überwindung erfordert, um ihn auseinanderzuklamüsern. (Now that’s a word I do’t use every day.)
Neben dem Pensum von heute fehlt mir ein weiteres Tagespensum zum empfohlenen Wordcount. Neben Arbeit, Lernstress und Alltag fehlte mir schlichtweg die Zeit und Kraft länger zu schreiben. Es soll ja auch die Geschichte weiterbringen und ich schreibe ungern für den Papierkorb. Zum Glück gibt es ja noch Wochenenden. Ich hoffe bei der Gelegenheit neben dem Lernen auch wieder etwas aufzuholen.

Euer Starcat


Freitag, 2 November 2012, 22:27 - Lars Hannig  Allgemein

Tag Zwei

Die ersten beiden Tage des Nanos sind vergangen, bleiben noch 28 weitere. Am ersten Tag habe ich mein Pensum gut geschafft und sogar einen kleinen Vorsprung von knapp 600 Worten verbuchen können. Die habe ich dann heute, am zweiten Tag, aber auch schon gebraucht. Vor der Arbeit habe ich circa 1200 Worte geschafft. Vielleicht kann ich heute Abend noch etwas schreiben und meinen Vorsprung erhalten. Soviel zu den Zahlen, doch eigentlich lege ich wenig Wert auf Word Counts. Wichtiger ist mir meine Geschichte und das es vorwärts geht mit der Handlung.

Dieses Jahr ist meine Nano Geschichte ein besonderes Experiment. Es geht in eine neue Richtung und ich habe auch noch nie so wenig geplant.

Leider rächt sich das ein wenig. Ich bin mit der Qualität dessen, was ich bisher geschrieben habe, noch absolut nicht zufrieden. Ich brauche recht lange, um in die Geschichte reinzukommen. Der Erzähler quasselt mir zu viel. Die Schauplätze, die Charaktere und überhaupt das Setting der Geschichte sind noch sehr neu für mich. Vielleicht hilft mir ja das Wochenende dabei, mich in der Welt meiner Geschichte besser zurechtzufinden.

Außerdem zeigt sich bereits jetzt, es macht mir mehr Spaß, mir etwas Eigenes auszudenken, als auf Bekannte Namen oder Orte Bezug zu nehmen. Zumindest der Hauptschauplatz meiner Geschichte ist zum Glück fiktiv.

Wirklich stolz bin ich dagegen auf Winkekatze, die bereits am ersten Tag einen großen Vorsprung verbuchen konnte und scheinbar entwickelt sich ihre Geschichte gut. Weiter so!

Allen Nano Mitstreitern, die diesen Blog vielleicht lesen, drücke ich fest die Daumen und wünsche eine spannende und kreative Zeit!

Euer Starcat


Mittwoch, 31 Oktober 2012, 9:09 - Lars Hannig  Allgemein

Meine Synopsis passend zu Halloween

Morgen ist es tatsächlich schon soweit- der Nanowrimo 2012 beginnt! Habt ihr schon alles vorbereitet? Den Wecker vorgestellt? Familie und Freunden darauf vorbereitet, dass ihr in den Schreibzeiten für nichts und niemanden zu sprechen seid? Das Telefon aus der Wand gerissen? Das Smartphone in der hintersten Ecke vergraben? Alle Internetseiten gesperrt, die nichts mit Recherche oder Nano zu tun haben? Euren Koffeinvorrat aufgestockt? Eure Schreibtalismane herausgekramt? Papiervorrat gesichert, Bleistifte angespitzt, Füller im Holster und genug Tintenpatronen im Gurt? Alle Systeme auf Nano! Dann kann es ja losgehen!
Besonders praktisch in diesem Jahr ist, das Allerheiligen auf den ersten November fällt. Der Beginn des Nano ist also wortwörtlich ein Tag zum Feiern und eine Gelegenheit einen kleinen Vorsprung einzuholen.
Grundsätzlich kann ich am besten morgens schreiben, direkt nach dem Aufstehen. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit fällt es zwar etwas schwerer das kuschelige Bett zu verlassen, aber was tut man nicht alles, um einem Traum nachzugehen?
Ich bin es schon gewohnt, früh aufzustehen und etwas Zeit zum Schreiben zu haben. Für den Nano habe ich mir vorgenommen, mir mindestens eine Stunde mehr zu nehmen, damit es nicht in unnötigem Stress ausartet. Den habe ich im November schließlich noch genug. Die Abschlussprüfung meiner Ausbildung steht an und ich muss den ganzen Lehrstoff in nur zwei Wochen wiederholen und nebenbei noch eine Projektarbeit abliefern. Doch genug davon. Zurück zum Nano!
Im letzten Eintrag habe ich ja schon angedeutet, dass ich mich endlich für eine Geschichte entschieden habe. Bisher habe ich für keine Nano Geschichte so wenig geplant, wie für diese. Soweit gibt es bloß eine knappe Synopsis. Doch die möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

„Juliane K ist 27, attraktiv, hat ihr Diplom in Biochemie mit Auszeichnung gemacht und schnell eine Doktorandenstelle an einem Münchener Institut gefunden. Das Negativimage der Schulzeit, ein „Streber“ und „Bücherwurm“ zu sein, hat ihr im Nachhinein einige Tore geöffnet. Sie ist ehrgeizig, fleißig, freundlich und ihr Lebenslauf ist makellos. Sie ist eine unauffällige Mieterin und lebt in einem kleinen Apartment. Für Kontakte neben der Arbeit bleibt keine Zeit.
Als ihr Vater, der bekannte Genetiker Dr Konstantin K stirbt, reist sie für die Beisetzung in ihre Heimatstadt, Ebersfeld im Münsterland, zurück. Der Verlust nimmt sie sehr stark mit. Ihre eigenen Träume hat sie stets hinten angestellt und ihre Karriere danach ausgerichtet eines Tages gemeinsam mit ihrem Vater zu forschen. Alles, was sie sich aufgebaut hat, scheint über Nacht sinnlos geworden zu sein. Inmitten ihrer Trauer und Sinnkrise sieht sie sich mit den Schatten ihrer Vergangenheit konfrontiert.
Sie kommt an ihrer ehemaligen Schule vorbei und sieht sich selbst in einem jugendlichen Mädchen, das von einer Gruppe Mitschülern fertiggemacht wird. Der lauteste der Jungen ist nicht weit vom Stamm gefallen- wie sich zeigt hat schon sein älterer Bruder Juliane die Schulzeit zur Hölle gemacht.
Vielleicht liegt doch ein tieferer Sinn darin zurückzukehren, denkt Juliane. Sie freundet sich mit Amelie, der Außenseiterin an. Die Achtzehnjährige ist froh um ihre erwachsenere Freundin, die ihr Mut zuspricht und sie versteht. Sie sind einander nicht unähnlich.
Als Amelie sie in ihrem Elternhaus besucht, weiht Juliane sie in ihren Plan ein. Sie gibt Amelie eine Chance, die sie selbst nie hatte- eine Chance auf Wiedergutmachung. Sich zu wehren. Es ihren Peinigern so richtig zu zeigen, damit sie ein für alle Mal in Ruhe gelassen wird.
Doch Amelie bekommt durch die plötzliche aufdringliche Art ihrer neuen Freundin Angst und möchte gehen. Es kommt zu einem Gerangel. Bevor Juliane klar wird, was geschieht, liegt Amelie bewusstlos auf ihrer Couch. Manche Menschen muss man vielleicht zu ihrem Glück zwingen, denkt Juliane. In jedem Fall ist es zu spät, die Sache einfach auf sich beruhen zu lassen…“

Wie ihr sicher schon vermutet, handelt es sich um einen Thriller. Passend zu Halloween wage ich mich auf neuen Boden. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich die Geschichte entwickelt und ob die Charaktere tatsächlich so sind, wie ich sie mir im Moment vorstelle. Ich kann es kaum erwarten, in die Tasten zu hauen!

Euer Starcat


Samstag, 27 Oktober 2012, 15:08 - Lars Hannig  Allgemein

Willkommen!

Auch ich möchte euch an dieser Stelle willkommen heißen! Wie Winkekatze bereits sagte, weiß ich noch nicht, wie oft ich dazu komme, im November zu diesem Blog beizutragen. Für mich beginnt schon jetzt eine sehr arbeitsreiche, anstrengende Zeit. Dennoch stellt sich mir nicht die Frage, ob ich auch in diesem Jahr beim Nano mitmache- es ist selbstverständlich. Insgesamt bin ich zum vierten Mal dabei.

Das Schreiben ist seit Langem ein wichtiger Teil meines Lebens und ein entscheidender Ausgleich für den Arbeitsalltag. Ein Stützgerüst für das Leben und ein Schutzpanzer gegen den alltäglichen Wahnsinn, dem man sich als Programmierer gegenübersieht. Ich denke, in unserer modernen Zeit ist ein Ausgleich neben dem Beruf unerlässlich. Die einen spielen in einer Band, beginnen den Tag mit langen Spaziergängen oder Frühsport. Ich schreibe. Klingt langweilig? Keineswegs! Ich sehe die Welt, lerne täglich neue Charaktere kennen- bereise sogar aufregende andere Welten, in die vor mir noch kein Mensch einen Fuß gesetzt hat- und das alles ohne das Zimmer zu verlassen oder auch nur den Fernseher einschalten zu müssen. Ich sitze in der ersten Reihe in meinem Kopfkino, kann es mir mit einer großen Tüte imaginärem Popcorn bequem machen und erlebe jede Geschichte hautnah als allererster. Eine Sneak-Preview im Lieblingskino ist nichts dagegen und ich zahle nicht einmal 3D Aufpreis.

Seit dem letzten Nano habe ich es geschafft das ganze Jahr über regelmäßig, zum größten Teil auch täglich, zu schreiben. Ich kann mir kaum einen schöneren Weg vorstellen den Tag zu beginnen, als mich an den Schreibtisch zu setzen und für ein paar Stunden in die Welt meiner Geschichten einzutauchen. Zeitweise war das so ziemlich der einzige Luxus, den ich mir gegönnt habe. Das Schreiben ist so zu einer Art Belohnung geworden, auf die ich mich freuen kann, ein kleiner Höhepunkt eines jeden Tages. Frei nach den Worten von Neil Gaiman: „Tomorrow may be hell, but today was a good writing day, and on the good writing days nothing else matters.“ (Morgen mag die Hölle sein, aber heute war ein guter Schreibtag und an den guten Schreibtagen spielt nichts anderes eine Rolle.)

Ob alteingesessener Autor oder Neulinge, spielt beim Nano keine Rolle. Ziel ist es, über seinen Schatten zu springen und zu schreiben. Persönlich weiter zu kommen. Und es ist doch umso schöner, sich mit anderen Nanos über das Schreiben austauschen zu können.

Da wäre zum Beispiel die Frage, woher man seine Ideen nimmt.
Manchmal kann das ganz unerwartet kommen. Bis vor zwei Tagen wusste ich noch nicht, in welche Richtung meine Geschichte beim diesjährigen Nano gehen würde. Ich schwankte zwischen einer Weiterführung meines letzten Romans oder etwas ganz anderem. Vielleicht einer Sci-Fi Geschichte. Den entscheidenden Denkanstoß gab mir aber schließlich die 2009er Nano Geschichte von Winkekatze.
Zu diesem Nano möchte ich mich an einer Geschichte versuchen, die in unserer Welt, im Hier und Jetzt spielt. Es ist eine Idee, die ich, wie viele andere schon seit Jahren mit mir herumtrage. Während meine vorherigen Nano Romane im weiteren Sinne in eine Fantasy Richtung gingen, wird diese Geschichte mehr mit einem Thriller gemeinsam haben.
Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf. 🙂

Euer Starcat