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Dienstag, 11 August 2015, 20:09 - Lars Hannig  Allgemein

Lesung am 27.08. in Bochum

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Es gibt wieder eine Lesung! Diesmal im Rahmen der »NeugeDACHt«-Veranstaltungsreihe. Eintritt frei!

Wann? Am 27. August 2015. Einlass: 19:00 Uhr
Wo? An der Maarbrücke 28, 44793 Bochum
Wer? Es lesen: Lars Hannig, Natascha Herkt, Nina Möller und Kathy Kahner.

„So unterschiedlich die vier jungen Menschen sind, so verschieden sind auch ihre Themen: Lars Hannig beispielsweise hat sich schon in den verschiedensten Sparten ausprobiert: Ob Fantasy, Steampunk, Thriller oder Jugendbuch, der 30-Jährige fühlt sich in allen Bereichen wohl. Für NeugeDACHt wird er sich aber vor allem an seine Kurzgeschichten halten: „Die enthalten meist eine reale Komponente, die dann durch übernatürliche Elemente angereichert wird“, sagt der gelernte Gamedesigner. Auch Natascha Herkt beschäftigt sich gerne mit dem realen Alltag mit einer Prise Absurdität. Für die 29-jährige Germanistik- und Komparatistikstudentin ist das Schreiben der pure Ausgleich zum Alltagsleben. – Ähnlich hält es Kathy Kahner, die schon sehr früh zum Schreiben kam, ihre Leidenschaft dann im Studium aus den Augen verlor und erst jetzt, in der Zeit kurz vor dem Master-Abschluss, die alte Liebe wiederentdeckte. Die Wahlbochumerin wird aus einem ihrer größten Projekte vorlesen, das sie nur schwer beschreiben kann: „Es ist ein wenig wie eine Fantasy-Parodie, allerdings nicht immer nur witzig, voller Absurdität und mit dadaistischen Tendenzen“, so Kahner, die in ihrer Freizeit auch Comics zeichnet. Nina Möller, die vierte Autorin, schreibt gerade an einer Geschichte, – die sich noch gar nicht einordnen lässt: „Ich bin selbst noch gespannt, in welche Richtung sie schlussendlich gehen wird“, so die angehende Buchhändlerlin. Ihr Skript in Arbeit, dass sie vorstellen wird, behandelt vor allem die Frage nach der Wahrnehmung auf verschiedensten Ebenen.“

Pressetext und Foto von Nathanael Ullmann.

 


Montag, 6 Juli 2015, 19:20 - Lars Hannig  Allgemein

Neue Veröffentlichung!

Struktur, Tapete Cover

Meine Kurzgeschichte »Eine Reise in vier Wänden« ist erschienen!
Der Protagonist wird sich darüber klar, dass Antworten nicht immer in tiefer Grübelei zu finden sind, und schafft es auf surreale Weise aus seiner beengten Alltagswelt auszubrechen.
Meine Freundin und Schreibkollegin Natascha Herkt ist mit ihrer Erzählung: »Ich hatte immer Angst vor Darth Vader« ebenfalls vertreten.
Eine Geschichte, in der es um den Verlust eines geliebten Menschen geht und um die Spuren, die dieser in seinen Räumen zurückgelassen hat.

Zu Lesen gibt es beide Geschichten in der Bild-Text-Anthologie »Struktur, Tapete«, erschienen im Ruhrliteratur Verlag als Ebook.

DueStorie: Eine Bild-Text-Anthologie, Band 2: Struktur, Tapete (Juni 2015)
»Welche Strukturen verbergen sich in unserem Leben, unseren Träumen und unseren Wohnräumen? Welche Rolle spielen (Wand-)Verkleidungen in unserem Leben und unserer Gefühlswelt? Warum sind Motive so wichtig für das Zusammenleben?
Die 16 Texte und 12 Fotos der Anthologie „Struktur, Tapete“ zeigen deutlich, wie groß der Spielraum zwischen Wachen und Träumen, Leben und Sterben, Erinnerung und Realität ist. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicken die AutorInnen auf Machtkämpfe, Lebenswillen, Nachbarn, Familienmitglieder und den täglichen Kampf mit der Welt und ihren Tücken. Die FotografInnen führen uns vor Augen, was passiert, wenn Tapete sich löst und die nackte Wahrheit dahinter zum Vorschein kommt, sie entführen uns an entlegene Orte und zu alten Gebäuden, die leer sind und doch voller Erinnerungen.«

 


Dienstag, 9 Juni 2015, 21:02 - Lars Hannig  Allgemein

Alumni-Workshop der Akademie für Kindermedien in Erfurt

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Freitagmorgen, fünfter Juni. Erfurt erwartet mich mit strahlend blauem Himmel.
Vor sieben Jahren war ich zuletzt dort, damals noch als Student und Teilnehmer der Akademie für Kindermedien. Dem einzigen »Masterclass-Programm und die beste Kreativschmiede in Deutschland für Autoren, die Inhalte für Kinder entwickeln« (Zitat: Mario Giordano). Der Schwerpunkt liegt auf Spielfilm, Serie und Buch. In mehreren Wochenworkshops, die über das Jahr verteilt sind, werden Stoffe weiterentwickelt und eine gemeinsame Basis an Sprache und Handwerkszeug geschaffen.
Für mich war es eine sehr spannende und wertvolle Zeit, an die ich gerne zurückdenke.
Zum Jubiläum der Akademie für Kindermedien findet ein Alumni-Workshop statt. Ich nutze die Gelegenheit um neue Akademie-Kollegen kennenzulernen und ehemalige wiederzusehen. Fünfzig Alumni sind, wie ich, dem Ruf der Akademie gefolgt.
Nach einer kurzen Einführung sitze ich in einem abgetrennten Raum und sehe neue Gesichter um mich mit einem gemeinsamen Ziel: Wir entwickeln eine Stoffidee. In unserem Fall für einen Jugendfilm. Gegen Abend stellen sich die Gruppen ihre Stoffe vor.
Es ist kaum zu glauben! Fremde Menschen mit unterschiedlichen Spezialgebieten werden innerhalb kürzester Zeit kreativ und produktiv, entwickeln gemeinsam eine Idee. Und doch fühlt man sich bald nicht mehr so fremd. Wir sprechen eine gemeinsame Sprache durch unsere Akademie-Erfahrung.
Am Abend findet die After-Show-Party des Goldenen Spatz statt. Endlich bietet sich die Gelegenheit, gruppenübergreifend Kollegen kennenzulernen. Im Innenhof des Cosmopolar sind nun auch die frischen Absolventen dieses Jahres mit dabei und erzählen mir bei Bratwurst und Bier von ihren Projekten. Als mein Körper nach dem langen Tag seinen Schlaf einfordert, mache ich mich auf zum Hotel.

150605_AKM_06, Foto: larshannig.de 150605_AKM_05, Foto: larshannig.de

Samstagmorgen. Ich bummele durch die verschlafenen Straßen von Erfurt, sehe mir die Architektur an, das Wetter ist angenehm. Der kurze Exkurs aus meinem Alltag im Ruhrgebiet hat sich gelohnt. Der zweite Workshop-Tag besteht aus Feedbackrunden und es gibt Gelegenheit sich mit vielen anderen Alumni auszutauschen. Jeder Einzelne hat eine spannende Geschichte zu erzählen. Ich werde ermutigt, Exposés zu meinen Romanentwürfen zu schreiben und sie anzubieten.
Herzlichen Dank an die AKM, die Mentoren und Organisatoren für diesen tollen Alumni-Workshop! Ich hoffe auf Weitere und freue mich auf mehr Aktivität in der Community.

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Samstagabend. Mein Wochenende kann beginnen.
Ich bin erschöpft, die lange Zugfahrt zurück ins Ruhrgebiet steckt mir in den Knochen. Ich verschiebe das Wochenende auf Sonntag. Erstmal ausschlafen.
In meinen Träumen laufe ich erneut durch die engen gepflasterten Gassen Erfurts. Sie sind menschenleer. Über mir spenden altmodische Laternen warmes Licht. Ein schöner Ort für einen nächtlichen Spaziergang.

Sonntag. Um halb acht kann ich nicht mehr schlafen. Ich beschließe, mir einen entspannten Tag zu machen und nichts zu tun. Nur E-Mails beantworten, meine Gedanken ordnen, gemütlich mit meiner Freundin frühstücken. Tagsüber zocken wir Splatoon an. Am Abend schauen wir Sherlock.
Den Blogeintrag schreibe ich Montag. Oder Dienstag.

(Fotos: Susanne Biesinger / AKM)


Samstag, 16 Mai 2015, 12:35 - Lars Hannig  Allgemein

Auf der Steamtropolis in Bochum

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Volldampf voraus!
Spätestens seit meinem 2012er-Roman »Lilar Canea« bin ich schriftstellerisch im Genre der viktorianischen Science-Fiction unterwegs und erzähle von einer industriellen Revolution, mechanischen Wunderwerken und schrägen Erfindern, die man in keinem Geschichtsbuch wiederfindet.
Das Thema Steampunk beschäftigt mich seit langem. Erste Spuren gehen auf eine kindliche Faszination für Dampflokomotiven, Dampfmaschinen und Mechanik zurück. Technik, die schon als Kind anschaulich und nachvollziehbar war.
Später folgte meine Leidenschaft für das Viktorianische und Fantastische. Ich begann, beides im Schreiben zu kombinieren, lange bevor ich zum ersten Mal auf das Wort »Steampunk« traf oder herausfand, dass es tatsächlich andere gab, die diese Richtung beschritten.
Ich war in London, Köln und Leipzig um Bands und Künstler wie Abney Park, Professor Elemental oder Voltaire zu sehen und lernte auch Anhänger der Szene kennen, die teilweise ebenso weit gereist waren wie ich.

Am 14. Mai besuchte ich mit meiner Freundin und Schreibkollegin Natascha Herkt den »Steamtropolis«-Event in der Matrix in Bochum. In den Gewölben des klotzigen Gebäudes, das für sich bereits an eine verlassene Fabrik erinnert, fanden sich düstere Gänge voller dunkelbunter Gestalten. Zahlreiche Marktstände boten thematisch passende Kleidung und Handarbeiten an. Das gehört immer mit dazu, ist für mich aber nur eine Seite der Medaille. Es gibt sowohl einschlägige Kostümierung als auch praktische, alltagstaugliche Outfits. Wie in allen Subkulturen gilt: Eine Maske verdeckt mehr, als sie offenbart. Das für mich spannende findet sich in der Fantasie des Einzelnen.
Viel mehr interessierte mich daher, was sich im Obergeschoss abspielte. Dort nämlich erwachte der Zauber des Steampunk-Genres zum Leben. Dort wurden die Geschichten erzählt, die die Fantasie beflügelten. Geschichten waren es schließlich, aus denen das Genre der viktorianischen Science-Fiction oder Retro-Futurismus überhaupt erst hervorging.

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Ich besuchte den Stand des Art Skript Phantastik und Amrûn Verlags und unterhielt mich mit den anwesenden Autoren: Markus Cremer, Daniel Huster und Katharina Fiona Bode.
Mit meiner käuflich erworbenen Beute, zwei signierten Anthologien, setzte ich mich in das Café und hörte den Vortragenden zu, die variantenreich und spannend erzählten.
Besonders ist noch das Filmprojekt »Das Getriebe im Sand« von Valentin Felder und Josua Bauer zu erwähnen. Dabei handelt es sich um einen beeindruckenden Stop-Motion-Kurzfilm, dem man die Leidenschaft und Liebe zum Detail der jungen Filmemacher wirklich anmerkt. Ohne viele Worte darüber zu verlieren, sage ich einfach: Schaut es euch an!

Mir hat Steamtropolis sehr gut gefallen und ich hoffe, es wird weitere Events in diesem Stil geben. Umso mehr hat es mich auch darin bestätigt, meine eigenen Steampunk-Geschichten fortzuführen, denn nicht nur in Amerika, sondern gleich hier vor meiner Tür gibt es Menschen, die sich davon begeistern lassen.


Freitag, 1 Mai 2015, 10:29 - Lars Hannig  Allgemein

Lesung und andere Neuigkeiten

Lesung: "Ins Blaue geschrieben und um die Ecke gebracht" im BlueSquare 21.04.2015

Es ist erster Mai und was besser tun am Tag der Arbeit, als ein bisschen von dem abzuarbeiten, dass zuvor liegen geblieben ist? Dazu zählt auch das Schreiben eines neuen Blogeintrags.

Den Anfang mache ich mit einer kleinen freudigen Nachricht. Trotz der üblichen Hürden der Post im Dortmunder-Norden hat vor kurzem ein unscheinbarer Brief aus Bochum seinen Weg zu mir gefunden. Mein erster Autorenvertrag!
Es dreht sich dabei um die Nutzungsrechte zu meiner Kurzgeschichte »Eine Reise in vier Wänden« die in den nächsten Monaten im Rahmen der Bild-Text-Anthologie „Fassaden|Risse“ der Reihe dueStories als Ebook erscheinen wird.
Übrigens ist meine Freundin und Schreibkollegin Natascha Herkt ebenfalls in der Anthologie vertreten. Natürlich musste das gebührend gefeiert werden. Wir haben leckeres selbstgemachtes Sushi gefuttert.

Wie euch vielleicht bereits aufgefallen ist, habe ich nun auch eine Facebook-Autorenseite. Tadaaa! Folgt ihr und bleibt so stets auf dem Laufenden, was meine Schreibeskapaden angeht. (Ihr findet den Link oben rechts hier im Blog unter dem Header. Oder direkt auf: https://www.facebook.com/lars.hannig)
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei allen bedanken, die die Seite bereits mit »Gefällt mir« markiert haben! Ihr seid toll!

Nun darf ich nicht vergessen, endlich auf die Lesung vom 21.04.2015 im BlueSquare in Bochum einzugehen. Sicher habt ihr bereits auf der Facebook-Seite den geteilten offiziellen Beitrag samt Fotos vom Schreibzentrum der Ruhr-Uni-Bochum gefunden.
Thema der Lesung war »Ins Blaue geschrieben und um die Ecke gebracht«, kurz: Es ging um Mord. Den Grundstein legte die Veranstaltung »Ein Roman in 30 Tagen« des RUB Schreibzentrums. Hierbei handelt es sich um das Pendant zum National Novel Writing Month, an dem ich teilnahm.
Nun sollten Auszüge aus den entstandenen Romanen, die sich um das Thema Mord drehten, vorgetragen werden. Ich las aus meiner Geschichte »The Santa Connection«, die im Nanowrimo 2013 entstand.
„Ein allzu menschlicher Weihnachtsmann brettert in Holzfällerhemd und Lederjacke auf seiner Harley über amerikanische Highways und jagt in Selbstjustiz Verbrecher unter dem Deckmantel seiner Geheimorganisation.“
Die eigentliche Szene, die ich vorlas, habe ich Anfang des Jahres ergänzt, um bei Erstlesern beliebten Nebenfiguren etwas mehr Spielraum zu geben und die Handlung zu verdichten. Diese Szene war in einem Rutsch entstanden, eine Rohfassung.
Am Tag der Lesung hatte ich mir ab Mittag freigenommen. So konnte ich mich schon etwas vorbereiten und sicherstellen, dass ich im zeitlichen Rahmen blieb.
Die Lesezeit betrug nur circa 7-8 Minuten und war aufgrund der Teilnehmerzahl der lesenden Autorinnen streng limitiert. Wir waren zu acht, ich war als einziger männlicher Vertreter des Handwerks mit dabei. Der Quoten-Autor sozusagen. Stimmen aus dem Publikum empörten sich darüber, wenn auch mit einem Augenzwinkern, ob das Schreiben denn zu einer Frauendomäne geworden sei.
Mir war es sehr recht von netten Schreibkolleginnen umgeben zu sein, denn die Stimmung war toll und die vorgetragenen Texte sehr vielseitig. Ich fühlte mich wohl.
Als Erstes war ich an der Reihe, im Laufe des Abends wurden die Texte zunehmend expliziter. Vom Verdacht eines Mordes, dem Auffinden einer Leiche, bis tatsächlich Blut floss.
Nach der Hälfte der Lesung und am Ende gab es eine Fragerunde an die Autoren.
Die Publikumsreaktionen waren sehr gut. Es wurde mehrfach gefragt, ob es die jeweiligen Texte und die zugehörigen Romane irgendwo bereits in lesbarer Form gäbe. Das macht natürlich Mut.
Der Raum im BlueSquare war gut ausgestattet, es gab neue Stühle, Beamer, ein Stehpult, sogar Ansteck-Mikros. Was für ein Segen! So war es deutlich angenehmer als mit einem Stabmikro vor der Nase oder ganz ohne »Verstärkung« zu lesen.
Ich muss wirklich die Organisation des Schreibzentrums und das freundliche Personal des BlueSquare loben. So sollte es immer laufen!
Die Mitarbeiter, allen voran Dr. Ulrike Lange und Dr. Nicole Hinrichs, haben sich wirklich gekümmert und alles lief sehr professionell und herzlich ab. Auch die Stimmung unter uns Lesenden war wirklich toll. Darin lag für mich der Höhepunkt des Abends.
Am Ende waren alle Beteiligten zufrieden, weitere Lesungen sollen folgen.

Zu guter Letzt möchte ich euch von meinen jüngsten Ausschreibungen erzählen.
Der DrachenStern-Fantasik-Preis hat mich mit gleich zwei Ausschreibungen gelockt:

In der Science-Fiction Geschichte »Die Welt nach Carver« zieht ein junger Virtual-Design Student mit einem Fable für Comics in die abgeranzte Wohnung seines kürzlich verstorbenen Physiker-Onkels. Die Bude des Physikers ist bis zur Decke mit alten Aufzeichnungen vollgestopft, ganz zu Schweigen vom Keller. Dort stößt Carver auf eine Maschine, mit der er die Welt verändern und Dinge erschaffen kann. Etwas läuft schief. Nun liegt es an ihm, mit seinem irrationalen Einfallsreichtum die Katastrophe abzuwenden und die Welt zu retten.
Die Fantasy Geschichte »Bis ans Ende der Zeit«, dreht sich um ein skurriles Ehepaar und die Verwirklichung der gemeinsamen Lebensträume im tranigen Küstenort Salzbucht. Als sie sterben, treffen sie mit leichter Verzögerung in einem Luxushotel wieder aufeinander. Noch sind sie nicht bereit für das Jenseits. Der Tod stellte nicht etwa ein Allheilmittel für ihre Probleme dar, nein, die müssten sie schon selbst lösen. Ihnen bleibt bis zum Aufruf einer Coupon-Nummer, bevor die Finsternis sie für immer verschluckt. Es sei denn, sie bekommen ihre »Kommunikationsprobleme« in den Griff.

Nun heißt es warten und Tee trinken. Gaanz viel Tee.


Donnerstag, 5 März 2015, 21:31 - Lars Hannig  Allgemein

Projekte und Lesung

UmDieEckeGebrachtFlyer

Zuletzt habe ich an der Ausschreibung des Art Skript Phantastik Verlags zum Thema »Fantasy Noir« teilgenommen. Es entstand eine düstere Detektivgeschichte mit übernatürlichem Hintergrund in der von Steampunk-Einflüssen geprägten Welt meines »Lilar Canea«-Romans. Ich bin gespannt!
Einen neuen Wettbewerb habe ich noch nicht ins Auge gefasst.

Ich habe mich seit längerem mal wieder etwas gestalterisch und fotografisch betätigt und einen Flyer für eine Lesung zusammengestellt.
Am 21. April nehme ich an einer Lesung vom Schreibzentrum der Ruhr-Uni-Bochum teil, mit dem Thema »Ins Blaue geschrieben und um die Ecke gebracht«. Dabei lesen sieben Autoren/innen Auszüge ihrer Nanowrimo-Projekte, die sich am Thema »Mord« orientieren. Die Lesung findet abends um 18 Uhr im Bluesquare statt. Für meinen Beitrag habe ich mir eine Passage meines Nano-Romans »The Santa Connection« herausgesucht. Zur Veranstaltung

Fürs Erste habe ich also wieder etwas mehr Luft in meinem Zeitplan und kann weiter an besagtem Nano-Projekt pfeilen. Außerdem möchte ich mich an einem Exposé versuchen.


Mittwoch, 28 Januar 2015, 18:40 - Lars Hannig  Allgemein

Zurück zum Schreiben

Das neue Jahr hat begonnen und ich komme erst jetzt dazu einen neuen Eintrag zu schreiben.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Nanowrimo, für den ich den zweiten Teil meines 2011er Steampunk Fantasy Romans „Lilar Canea“ schrieb und ein paar Wochen Urlaub, kehrte ich zu meinem letztjährigen Nano Projekt (Santa Connection) zurück. Zu dem Projekt habe ich schon ein bisschen Leser-Feedback und ergänzte einige Szenen, die die Spannung noch etwas steigern sollen.

Im Moment stehe ich also ein bisschen zwischen verschiedenen Projekten. Auf der einen Seite könnte ich beide Bände von Lilar Canea am besten am Stück überarbeiten, damit der zweite Teil sich vom Ton nicht unterscheidet und das Entwurfsstadium erreicht. Auf der anderen Seite könnte ich mich an die Überarbeitung von Santa Connection machen.

Nebenbei habe ich vor kurzem eine neue Kurzgeschichte für einen Wettbewerb geschrieben und eingereicht. Die Teilnahme an weiteren Wettbewerben ist schon geplant. 😉

Euer Starcat


Montag, 29 Dezember 2014, 18:31 - Lars Hannig  Allgemein

Nach dem Nano

Gestern habe ich die Rohfassung meines aktuellen Nano-Romans abgeschlossen. Es sind circa 67623 Worte oder circa 303 Normseiten geworden.
Da es sich ja um eine Fortsetzung gehandelt hat, werde ich sowohl den ersten als auch den zweiten Teil in einem Rutsch überarbeiten, damit es möglichst wenig Schwankungen im Stil und der Konsistenz der Geschichte gibt.

Vorerst wird das aber noch etwas warten müssen. Ein bisschen Abstand kann nicht schaden, um wieder einen objektiven Blick auf das Projekt zu bekommen.

Außerdem wartet mein letztjähriger Nano-Roman auch noch darauf, um ein paar Szenen erweitert zu werden. 😀

Euer Starcat


Freitag, 5 Dezember 2014, 6:43 - Lars Hannig  Allgemein

Endspurt geschafft!

Am letzten Tag des Nanowrimos habe ich am frühen Abend die fünfzigtausend erreicht. Puh! Ich habe das Gefühl, es wird jedes Jahr anstrengender. Die Geschichte ist vielleicht zu 2/3 oder 3/4 abgeschlossen.
Es gibt einiges an Überarbeitungsbedarf. Viele Details fehlen noch, es gibt viele kurze Szenen und ich glaube auch, der Spannungsbogen muss enger werden.

Vielleicht ist dieses Gefühl aber auch normal. Meistens sieht es mit etwas Abstand besser aus. Wirklich in die Schublade legen kann ich die Geschichte aber erst, wenn sie in dieser groben Form zumindest zu Ende erzählt ist.
Bei meinem zweiten Nano Roman (2010) habe ich den Fehler gemacht, die Geschichte unfertig abzulegen und bin auch nicht wieder dorthin zurückgekehrt.

Ein großer Unterschied zu bisherigen Nanos war diesmal die Zeit. Zuerst bin ich gegen fünf Uhr morgens aufgestanden, um bis sieben Uhr zu schreiben. Ich merkte aber schnell, dass ich so mein Pensum vergessen kann. Vielmehr als 1000 Worte war nicht drin, und das war schon gut. Abends dagegen konnte ich mich gar nicht mehr aufraffen, weil ich von der Arbeit geistig zu erschöpft war. Also stand ich den Großteil des Monats schon um halb fünf auf. Trotzdem hat es mit dem Tagespensum seltener geklappt als sonst.

Ich hatte keine Zeit mehr die Szenen des Vortages zu lesen, etwas zu polieren und dann anzuknüpfen, wie ich es sonst immer gemacht habe.
Viele Details, die im Original Roman auftauchten, fehlen noch im neuen Band, weil ich sie nicht mehr gut vor Augen hatte und keine unnötige Inkonsistenz rein bringen wollte.

Was die Planung angeht habe ich dieses Mal etwas mehr Vorarbeit geleistet, aber es war überschaubar. Es hat sicher geholfen, aber in diesem Fall war es auch nicht das goldene Ticket zum einfachen Roman. 😉 Ich habe auf meine alte Powerpoint-Textkästchen-Methode zurückgegriffen um Szenenideen miteinander zu verbinden.
Dabei habe ich pro Charakter eine Farbe gewählt und je in 1-2 Sätzen aufgeschrieben was in der Szene sinngemäß passieren soll und diese dann in einem Schaubild platziert.
Eine Verbesserung besteht darin, dass ich nun farbliche Bahnen pro Charakter angelegt habe, auf denen die einzelnen Szenen wie auf einem Zeitstrahl verteilt sind.

So erkenne ich auch ein wenig des Spannungsbogens. Wenn viel passiert wird das Diagramm natürlich engmaschiger und man sieht auch, wo die Spannung evtl. abflacht.

Ich bin froh, dass der Nanowrimo nun geschafft ist und ich erstmal etwas durchatmen kann. Jetzt heißt es zwar trotzdem am Ball bleiben, aber zumindest mache ich mir keinen Druck mehr mit dem Wordcount.

Euer Starcat


Sonntag, 19 Oktober 2014, 17:41 - Lars Hannig  Allgemein

Nano Vorbereitungen

In zwei Wochen beginnt der Nanowrimo 2014, mein bisher sechster Nano.
Soweit habe ich es jedes Jahr geschafft, die 50.000 Worte zu erreichen. Manchmal bereute ich meine geringe Vorbereitung. Ich setzte mir den Vorsatz es in diesem Jahr anders zu machen, mir eher über eine Idee klar zu werden und früher mit der Planung zu beginnen. Überhaupt zu Planen ist schon ein Fortschritt!
Zwei Wochen sind es also noch, klingt für mich nach einem guten Zeitpunkt endlich anzufangen.

Herangehensweise
Bevor ich aber durchstarte, möchte ich euch zuerst noch einen kurzen Rückblick bieten.
Als ich 2009 meinen ersten Nano Roman schrieb, kannte ich die Welt, die Hauptfiguren und Schlüsselszenen der Handlung über die ich schreiben wollte bereits. Es handelte sich um die Aufarbeitung meines ersten Romanprojekts, mit dem ich Jahre zuvor rein intuitiv und ohne Schreiberfahrung begonnen hatte. Den Nano wollte ich nutzen, um meiner Idee nun eine anständige Form zu geben und eine neue Fassung der Geschichte zu schreiben.
Das hat gut funktioniert. Es war aber auch eine Ausnahme für mich.
Alle weiteren Nanos waren neue Ideen und es gab nur sehr rudimentäre Planung.

Ich beginne mit einer Idee für das Setting, dem Thema oder mit Charakteren.
Falls mir die Hauptfiguren noch nicht klar sind, überlege ich mir zumindest Namen und grobe Wesenszüge.
Im Optimalfall habe ich schon ein paar Ideen für verschiedene Schlüsselszenen der Handlung im Kopf.
Als Einstieg schreibe ich einen kurzen Teasertext, der mir bereits ein bisschen über die Geschichte verrät und neugierig machen soll. Dieser Text landet später auf der Nanowrimo Website als knappe Zusammenfassung meiner Idee.

Ich schreibe ausschließlich chronologisch und zähle nur die Wortzahl tatsächlich verwendete Szenen für meine Nano-Wortzahl. Während ich die Geschichte schreibe, versuche ich einen gewissen Spannungsbogen zu schaffen, damit für die spätere Überarbeitung schon eine Grundstruktur besteht, die ich weiter verfeinern kann. Bisher musste ich sie auch nicht über den Haufen werden.

Abgesehen von den bereits erwähnten Schlüsselszenen plane ich kaum voraus.
Stephen King sagte mal in einem Interview, er müsse nicht vorher wissen, was in seinem Buch alles passiert. Es genügt zu wissen, worüber man am nächsten Tag schreibt.

Bei mir gab es Tage, da saß ich tatsächlich vor dem Bildschirm und wusste nicht, wie die Geschichte weitergehen sollte. Oft leiden dann auch mein Spannungsbogen und die Wortzahl.

Ideensammlung und Entscheidung
Bevor ich mit der Planung einer Geschichte beginnen kann, muss ich mich natürlich erstmal für eine Idee entscheiden, die ich in Angriff nehmen möchte.

Manche Autoren sind eine sprudelnde Quelle an Ideen. Ganz so leicht fällt es mir nicht.
Dafür bediene ich mich einer Ideensammlung, die ich vor jedem Nanowrimo mit weiteren Romanideen erweitere und ausgiebig hin- und herwälze, bevor ich mich entscheide.
Die eigentliche Entscheidung fiel in den letzten Jahren oft aber erst in letzter Minute.

In diesem Jahr habe ich mich entschieden, eine Fortsetzung zu einem meiner Nano Romane zu schreiben.
Der erste Schritt besteht für mich darin, den besagten Nano Roman aus der Schublade zu holen, komplett zu sichten und eine ausführliche Szenenübersicht zu erstellen.
Dabei wird jede Szene zusammengefasst, bis sie auf eine Karteikarte passt.
Bei meinem letztjährigen Nanowrimo Projekt habe ich schon eine solche Zusammenstellung für die erste Überarbeitung erstellt.
Eine solche Detailübersicht stellt sicher, dass ich wieder in die Welt des Romans eintauchen kann und es zu keinen Konsistenzfehlern kommt.