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Samstag, 27 Februar 2016, 12:21 - Lars Hannig  Allgemein

Lesung in Hamm, Buchhandlung Akzente

Am 19. Februar um 19:30 fand in Hamm in der Buchhandlung Akzente unsere »Struktur, Tapete« Lesung statt.
Es war ein langer Tag, direkt von meiner Arbeit als Programmierer fuhr ich weiter zur Lesung. Ich hoffe, man hat es mir nicht zu sehr angemerkt.
Ich war zum ersten Mal in Hamm. Als ehemaliger Dortmunder war mein erster Eindruck des Freitagabends: Eine herrlich breite Fußgängerzone, in der man sich nicht im Strom der Menschen von Geschäft zu Geschäft drängen braucht. So ist es in Dortmund leider nur am ganz frühen Morgen oder am späten Sonntagabend. Als ich noch zum Studium pendelte, verfestigte sich vor allem dieses morgendliche Bild der verschlafenen Dortmunder Fußgängerzone in meinem Kopf, durch die man entspannt schlendern konnte. Zu anderer Zeit stößt man leider auf Eile und Gedränge.
So war mir Hamm auf dem Hinweg zur Lesung gleich sympathisch. Wir (die lesenden AutorInnen von Ruhrliteratur) trafen uns am Bahnhof und konnten gemütlich durch die Fußgängerzone schlendern.
Einen Augenblick standen wir verdutzt vor der Buchhandlung. Ein eisernes Gitter versperrte die Tür, doch im inneren brannte Licht. Dort waren Menschen. Viele Menschen.
Wir überlegten, irgendwie auf uns aufmerksam zu machen. Jemand kam uns zuvor und öffnete die Gittertür. Also waren wir doch am richtigen Ort.
Schon wurden wir von Margret Holota, der Inhaberin der Buchhandlung Akzente, herzlich begrüßt. Der Verkaufsraum zog sich schlauchartig in die Länge. Regale mit ausgewählten Büchern zierten die Wände, im vorderen und hinteren Bereich waren Stuhlreihen aufgebaut. In der Mitte standen Mikrofone und die Instrumente unserer musikalischen Unterstützung: HerrTapete.
Da auf den uns angedachten Plätzen bei den Mikros schon Gäste saßen, setzten wir uns in die vorletzte Reihe, ein gutes Stück entfernt nahe des Eingangs. Wenn dafür auch die nächste Lesung so gut besucht ist, komme ich gerne wieder in die Verlegenheit. Kaum zu glauben. So viele Leute waren bereit, Eintritt zu bezahlen, um uns zuzuhören!

Den Anfang machte Nicholas Wieling, der mit Unterstützung von Natascha Herkt und Caroline Königs seine Geschichte »Die Zelle« aus »Struktur, Tapete« las. Sein erster Roman »Beziehungskisten« wird ebenfalls bei Ruhrliteratur erscheinen.

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(Fotos: Ruhrliteratur)

Nach jeder gelesenen Geschichte trat HerrTapete ans Mirko und unterhielt die Gäste mit seinen eingängigen Melodien und schrägen Texten, was sehr zur guten Stimmung beitrug. HerrTapete Youtube Video (von Ruhrliteratur)

Natascha Herkt gab mit ihrer Geschichte »Ein Feuer in der Ferne« einen Vorgeschmack auf die »Keller, Schlüssel«-Anthologie, die im Ruhrliteratur Verlag erscheinen wird.

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(Fotos: Ruhrliteratur)

Darauf folgte Caroline Königs, die in verteilten Rollen mit Nicholas Wieling, Natascha Herkt und Ina Lammers aus ihrem frisch veröffentlichten Roman »Die verlorene Räson« las (erschienen bei Ruhrliteratur).

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(Fotos: Ruhrliteratur)

Nach einer kurzen Pause las ich meine Geschichte »Eine Reise in vier Wänden« aus »Struktur, Tapete«. Darin erkennt der Ich-Erzähler, dass sein Grübeln ihn an einen Alltag fesselt, der längst keinen Halt mehr verspricht. Nicht das Zerdenken seiner Situation bietet Lösungsansätze, manchmal genügen eine Portion Mut und die bewusste Entscheidung etwas zu ändern.
Zum Abschluss las Ina Lammers ihre Geschichte »Bleiben wollen«, ebenfalls aus »Struktur, Tapete« in verteilten Rollen mit allen anderen AutorInnen, was dem Text für mich eine ganz neue Wirkung gab und viel Spaß gemacht hat.

Es gab Gelegenheit mit einigen der insgesamt 50 Gäste zu sprechen, die daraufhin erzählten, wie sie unsere Geschichten empfanden und was ihnen besonders gefiel. Wir scheinen die Erwartungen übertroffen zu haben.
Nach der Lesung begleiteten wir Stephanie Keunecke vom Ruhrliteratur Verlag (FB) noch ein Stück und ließen den Abend bei einem Getränk ausklingen.
Ich danke allen Beteiligten herzlich und natürlich auch den Gästen für diese schöne Lesung, die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.


Mittwoch, 23 Dezember 2015, 18:19 - Lars Hannig  Allgemein

Ruhrliteratur Lesung vom 19. Dezember in Gelsenkirchen

Die Lesung am Samstag, dem 19. Dezember in Gelsenkirchen, in den Räumlichkeiten der Kreativstatt – junge Werkstatt e.V. war ein voller Erfolg.
Offizieller Schwerpunkt war die »Struktur, Tapete«-Anthologie. Passend zur Weihnachtszeit wurden weitere Geschichten aus der neuen Anthologie »Weihnachten im Pott« vorgetragen. Zum Schluss lasen Caroline Königs und Nicholas Wieling aus ihren Romanen »Die verlorene Räson« und »Beziehungskisten«, die voraussichtlich im Frühjahr im Ruhrliteratur Verlag erscheinen werden.

Die Veranstaltung war gut besucht, die Stimmung entspannt und schön, die Räumlichkeit gemütlich und praktisch. Die Fotografien der Bild-Text-Anthologie wurden mit einem Beamer auf die Wand projiziert, Spotlights sorgten für stimmungsvolle Beleuchtung. Es gab Stehtische für die Autoren, auf Wunsch hätten wir auch ein Mikro haben können, was aber nicht notwendig war. Auch mit Getränken wurden wir versorgt. Für die Gäste gab es genug Stühle und sogar erhöhte Logenplätze.
Der Ablaufplan des Abends beinhaltete eine Anmoderation, mehrere kurze Pausen zwischendurch und funktionierte reibungslos. Das Publikum wurde gut unterhalten.

Lesung 19.12. Gelsenkirchen: Natascha Herkt, Caroline Königs, Nicholas Wieling Lesung 19.12. Gelsenkirchen: Lars Hannig
(Foto links: Natascha Herkt, Caroline Königs, Nicholas Wieling. Foto rechts: Lars Hannig. Fotos von Ruhrliteratur)

Den Anfang machte Nicholas Wieling mit seiner Geschichte »Die Zelle«, Natascha Herkt und Caroline Königs unterstützten ihn und lasen in verteilten Rollen.
Ich las meine Geschichte »Eine Reise in vier Wänden«, Natascha Herkt trug ihre Erzählung »Ich hatte immer Angst vor Darth Vader« vor. Caroline Königs schloss den ersten Block von »Struktur, Tapete« mit ihrem Text »hinter wahrheit«.

Lesung 19.12. Gelsenkirchen: Natascha Herkt, Lars Hannig Lesung 19.12. Gelsenkirchen: Natascha Herkt
(Natascha Herkt, Lars Hannig. Fotos von Ruhrliteratur)

Der zweite Block drehte sich um die neue Anthologie »Weihnachten im Pott« des Ruhrliteratur Verlags. Der Titel verspricht eine besinnliche Anthologie und genau das ist sie auch geworden. Nicht ganz so dick wie »Struktur, Tapete«, wirkt »Weihnachten im Pott« auf mich noch etwas ausgereifter und ist sehr unterhaltsam.
Ingesamt schaffen die Texte es, Erwartungen zu erfüllen und dabei trotzdem frisch und originell zu sein. Der Tonfall ist oft humorvoll und eignete sich gut für den zweiten Block des Abends.
Den Anfang machte ich mit meiner Geschichte »Die letzte Zutat zum Fest«, Natascha Herkt unterstützte mich und las die Rolle des kleinen Mädchens, das zuerst als Rivalin im Sandkasten und später als beste Freundin des gleichaltrigen Protagonisten auftritt.
Natascha las ihre Geschichte »Geschriebene Geschenke« direkt aus dem frisch geöffneten Belegexemplar und sorgte mit ihrer Schilderung von skurriler Verwandtschaft in feuchtfröhlicher Weihnachtsstimmung für einige Lacher.
Spontan las Kathy Kahner ihre Geschichte »Sankt Heterocephalus – oder die Wahrheit über Weihnachten« und sorgte für einen humorvollen Abschluss des zweiten Blocks.

Lesung 19.12. Gelsenkirchen: Kathy Kahner
(Kathy Kahner, Foto von Ruhrliteratur)

Der abschließende Block gehörte Caroline Königs mit einem Auszug aus ihrem Roman »Die verlorene Räson« und Nicholas Wieling mit einem Auszug aus seinem Roman »Beziehungskisten«. Beide Projekte sind auf ihre Weise vielversprechend und originell, fernab typischer Genregrenzen. Ich bin gespannt und neugierig.

Für den schönen Abend bedanke ich mich herzlich, sowohl beim Team der Kreativstatt als auch dem Ruhrliteratur-Team, besonders Stephanie Keunecke, die gerade erst als Verlegerin durchstartet und schon vieles richtig macht, was man bei anderen Kleinverlagen manchmal vermisst. Man merkt, dass sowohl der Ruhrliteratur Verlag als auch die Veröffentlichungen Herzensprojekte sind.

Ruhrliteratur Tasche

Die Anthologien »Struktur, Tapete« und »Weihnachten im Pott« gibt es als Taschenbuch und E-Book im Buchhandel oder direkt bei Ruhrliteratur. Die schönen Stofftaschen findet ihr exklusiv im Onlineshop und auf unseren Ruhrliteratur Lesungen.


Montag, 14 Dezember 2015, 19:30 - Lars Hannig  Allgemein

Neuigkeiten zum Jahresende

Für mehr als die aktuellsten Neuigkeiten auf meiner Facebook-Autorenseite blieb in den letzten Wochen leider keine Zeit, das Jahresende nähert sich und im Dezember steht mir noch ein Umzug bevor. Was ist also in der Zwischenzeit passiert?

Die UNTOT-Anthologie des Sperling-Verlags ist als Taschenbuch im Buchhandel zu haben. Darin enthalten ist unter anderem meine Gruselparodie »Grabhügelhaus«.

Ebenfalls als Taschenbuch erschienen ist nun auch die Anthologie Struktur, Tapete des Ruhrliteratur Verlags. Neben meiner Geschichte »Eine Reise in vier Wänden« findet sich darin auch die Erzählung »Ich hatte immer Angst vor Darth Vader« von meiner Autorenkollegin Natascha Herkt.

Im Dezember und im neuen Jahr stehen weitere Lesungen aus Struktur, Tapete an.
Merkt euch folgenden Termin vor:
Samstag, 19. Dezember um 19:30
Kreativstatt – junge Werkstatt e.V.
Hagenstraße 32, 45894 Gelsenkirchen

Der Nanowrimo war trotz engem Zeitplan ein Erfolg. Für gewöhnlich packe ich mir so wenig Termine wie möglich in den November, diesmal gab es private Termine, zwei Verlagstermine und eine Lesung. Das macht zwar Spaß, bedeutet aber einen umso härteren Nano, denn es bringt meinen morgendlichen Schreibrhythmus durcheinander. Ein stetiges Pensum ist für mich kriegsentscheidend.
Immerhin habe ich das Ziel erreicht und mein Psychothriller steht in der Rohfassung zu einem guten Drittel. Der Grundstein ist gelegt, auch wenn noch viel Arbeit auf mich wartet.

Zu guter Letzt noch eine tolle Neuigkeit: eine weitere Veröffentlichung!
Meine Geschichte »Die letzte Zutat zum Fest« hat es in die Anthologie: Weihnachten im Pott des Ruhrliteratur Verlags geschafft. Ebenfalls mit dabei ist meine Autorenkollegin Natascha Herkt mit ihrer Geschichte: »Geschriebene Geschenke«.


Samstag, 31 Oktober 2015, 14:47 - Lars Hannig  Allgemein

UNTOT-Anthologie nun vorbestellbar

"Untot"-Anthologie (vorläufiges Cover) vom Sperling Verlag

Passend zu Halloween gibt es tolle Neuigkeiten! Die UNTOT-Anthologie des Sperling Verlags kann ab sofort vorbestellt werden und wird am 4. November 2015 als Taschenbuch erscheinen. Darin findet ihr neben vielen anderen tollen Geschichten auch meine Grusel-Parodie »Versteckspiel im Grabhügelhaus«. Die Geschichte ist wie geschaffen, um euch noch einmal in Halloweenstimmung zu versetzen, ohne gleich ein ganzes Jahr warten zu müssen.
Übrigens habe ich nun auch eine Amazon-Autorenseite.

Ich wünsche euch ein schaurig-schönes Halloween.


Donnerstag, 22 Oktober 2015, 18:43 - Lars Hannig  Allgemein

Vorbereitungen zum Nanowrimo und weitere Veröffentlichung

Wieder einmal steht der National Novel Writing Month bevor. Kurz: Nanowrimo, noch kürzer: Nano.
Bei der Online-Schreibveranstaltung geht es darum, innerhalb der dreißig Tage des Novembers einen Romanentwurf von 50.000 Worten zu schreiben.
Neben einer riesigen Gemeinschaft von Autoren, die sich über die Foren auf der Nanowrimo-Website (www.nanowrimo.org) austauschen und motivieren, gibt es in vielen Städten lokale Treffen. Auch in Deutschland. Wo genau, findet man am besten im Nanowrimo-Forum heraus.

Für diesen Nanowrimo habe ich mir vorgenommen, einen Thriller zu schreiben.
Ihr könnt meine täglichen Fortschritte hier direkt mitverfolgen.
Die Planung läuft bereits auf Hochtouren. Ich bin meinem Vorsatz zu plotten zumindest etwas näher gekommen, als in den Jahren davor. Trotzdem ist die Zeit knapp.
Passend zum Thema Thriller sozusagen.

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Eine weitere Veröffentlichung steht bevor.
Meine zweite Geschichte um Ermittler Robert Fuchs mit dem Titel: »Der Schatten des Pianisten« wird im Moon House Verlag in der Anthologie »Wenn es Nacht wird…« voraussichtlich noch in diesem Jahr erscheinen.


Sonntag, 27 September 2015, 19:08 - Lars Hannig  Allgemein

Tipps vom Profi und Veröffentlichung

Die Brandung des Schreibens ist doch etwas Tolles, wenn auch mitunter etwas Rätselhaftes. Manche Schätze werden ans Ufer gespült und einige werden gefunden, aufgelesen, poliert und zur Schau gestellt. Andere werden zurück ins Meer gezogen und tauchen zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht wieder auf.
In diesem Jahr habe ich mich besonders auf viele kleine Projekte in Form von Kurzgeschichten konzentriert. Auch deshalb, weil ich des Öfteren angeschrieben wurde, wo es denn etwas von mir zu lesen gebe und ich bisher meistens vertrösten musste.
In dem Fall verwies ich auf meine Lesungen oder meine Veröffentlichung in der »Struktur, Tapete«-Anthologie des Ruhrliteratur Verlags.

Ich habe zwar ein Regalfach mit Romanmanuskripten, aber die sind leider noch unveröffentlicht und ich möchte interessierte Leser nicht gleich mit einem dicken Wälzer erschlagen. Meinen Erstlesern bin ich umso dankbarer, dass sie mich auf die gröbsten Schnitzer aufmerksam machen und ich Gelegenheit habe, die Romane reifen zu lassen, bis sie so weit sind. Wie ich in der Vergangenheit bereits sagte, mit Veröffentlichungen habe ich es nicht so eilig. Das Wichtigste ist das Schreiben und mich weiterzuentwickeln.

Meine Erstleser fragen mich nach diesem oder jenem Roman, wann der denn nun erscheine und wieso es so schwierig sei, einen spannenden Roman in einem Verlag unterzubringen. Suchen Verlage nicht andauernd neue Autoren?
An dieser Stelle möchte ich Erfolgsautor Oliver Uschmann zitieren, der auf der diesjährigen Text & Talk in Oelde seine Literatursprechstunde hielt. Er betonte: »Niemand sucht Autoren!«
Was im ersten Moment etwas ernüchternd klingt, ist tatsächlich aber sehr ermutigend und ein wertvoller Hinweis. Immer wieder stolpert man als Jungautor über Anzeigen, in denen Autoren gesucht werden. Was stimmt denn nun?
Oliver Uschmann sprach von seriösen Verlagen, die man vor allem daran erkenne, dass diese eben keine Autoren suchen, kein Geld für Sichtung, Lektorat oder Veröffentlichung nehmen und ein klar definierbares Programm haben.
Zur Erläuterung: Seriöse Verlage brauchen keine Autoren zu suchen, denn sie werden mit Manuskripten überschüttet. Als Autor muss man lernen, sich und seine Stoffe zu bewerben. Glück spielt immer auch eine Rolle. Oft muss man zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Besonders bei kleinen Verlagen kann man Glück haben. Um einen Fuß in die Tür zu bekommen, sind Anthologien ein guter Weg.

Ich war gemeinsam mit meinen Autorenkolleginnen Natascha Herkt und Kathy Kahner (von Kät Arts) vor Ort auf der Text & Talk und konnte mich persönlich in der Autorensprechstunde mit Oliver Uschmann unterhalten. Wir stellten ihm ein paar unserer Romanideen vor.
Er erfasste direkt den Kern meiner Geschichte und bestätigte mein Bauchgefühl. In einem großen Verlag habe ich mit den angesprochenen Projekten schlechte Karten, weil es Genremischungen sind.
Man sieht zwar auch im Verlagsprogramm häufig Genremischungen, aber es wird nicht gerne gesehen, wenn man als Jungautor gleich versucht etwas Unkonventionelles zu schaffen. Aus kommerzieller Sicht klingt das durchaus vernünftig. Man muss schließlich erst einmal zeigen, dass man bestehende Regeln und Konventionen folgen kann, bevor man damit bricht.
Spontan dachte ich darüber nach, eines meiner Projekte umzuschreiben, doch Herr Uschmann deutete direkt an, dass dadurch das Besondere meiner Idee verlorenginge. Das sah ich ein. Besser wäre es, gleich ein Projekt so zu konzipieren, dass es in ein Genre passt.

Übrigens bin ich kaum eine Woche später über einen Verlag gestolpert, bei dem Herr Uschmanns Tipp Gold wert war!
Nach vielen Jahren hatte ich eine schlummernde Idee endlich in die Tat umgesetzt. Meine Autorenkollegin Natascha Herkt war begeistert. Als sie aber hörte, wo ich meine Geschichte einsenden wollte, war ihre Reaktion: »Niemals, nie im Leben sendest du da etwas ein! Auf keinen Fall.«
Mein Bauchgefühl sagte mir etwas Ähnliches, deshalb hatte ich ihr die AGBs des Verlags zu lesen gegeben. Natürlich hatte Natascha Recht. Schon auf der Startseite des Verlags wurde betont, dass Autoren gesucht würden und die Chancen für den Autor einzigartig seien. Bei solchen Versprechen kann ich nur skeptisch eine Augenbraue heben. Es gibt viele Jungautoren, die unbedingt verlegt werden möchten und dabei leider das Kleingedruckte übersehen.

In diesem Jahr habe ich bisher elf Kurzgeschichten an Ausschreibungen geschickt. Davon sind zwei ausgewählt worden. Bei drei Geschichten warte ich noch auf Antwort. Das dauert im Schnitt zwei-vier Monate, je nach Menge der Einsendungen.
Bei zwei Geschichten war ich besonders zuversichtlich. Das Erstleser-Feedback war sehr gut. Ich ging bewusst ein Risiko ein und stellte das Motiv der jeweiligen Ausschreibung auf den Kopf.
Verlag Nummer Eins war begeistert. Verlag Nummer Zwei meldete sich nicht zurück, an sich keine Seltenheit, aber ich vermutete, ihnen hat mein Experiment nicht gefallen. Das ist in Ordnung, denn das Ursprungsthema war mir zu konventionell. Dafür habe ich jetzt eine tolle Geschichte mehr, die ich vielleicht später woanders unterbringen kann.

"Untot"-Anthologie (vorläufiges Cover) vom Sperling Verlag (Bild: Vorläufiges Cover, Sperling Verlag)

Ein tolles Beispiel ist übrigens der Sperling-Verlag, der mir einen erfrischend autorenfreundlichen Vertrag zugeschickt hat. Meine Grusel-Parodie »Versteckspiel im Grabhügelhaus« wird voraussichtlich Ende Oktober 2015 in der »Untot«-Anthologie des Sperling-Verlags erscheinen. Ich freue mich drauf!

Wer übrigens gleich etwas von mir lesen möchte, kann sich gerne bei mir melden. Ich habe die Gültigkeit der Download-Codes für »Der Fall des Herrn Krumm«, meine Steampunk-Detektivgeschichte, auf Mitte Oktober verlängert. Ihr bekommt die Codes direkt bei mir. E-Mail oder Facebook-Nachricht genügt.

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Klappentext: »Ermittler Robert Fuchs und sein junger Gehilfe Emil haben den Ruf selbst die kuriosesten Fälle zu lösen. Doch der Winter steht bevor und das Geschäft läuft schlecht.
Über eine Annonce finden sie einen neuen Klienten. Sie lassen ihre zugige Stube in der Altstadt von Brasston hinter sich und reisen zum Landsitz der Blackwell–Industriellenfamilie.
Ein Sohn des Hausherrn wurde ermordet aufgefunden. Man hat einen Landstreicher in Gewahrsam genommen. Kurz darauf verschwindet der Sohn des Geschäftspartners spurlos aus einem abgeschlossenen Zimmer. Die Kutsche der Blackwells wurde in der Umgebung gesichtet. Der Bericht des zuletzt angeheuerten Ermittlers gibt Rätsel auf. Okkulte Einflüsse seien nicht auszuschließen.«


Mittwoch, 9 September 2015, 20:23 - Lars Hannig  Allgemein

Lesung in Bochum

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(Foto: Nathanael Ullmann)

Unsere Lesung im Rahmen der Reihe NeugeDACHt fand am Donnerstag dem 27.August 2015 auf dem renovierten Dachboden des roten Künstlerhauses der Maarbrücke e.V. statt.
Nach der Arbeit fuhr ich mit meiner Autoren-Kollegin Natascha Herkt und einer Freundin aus Köln, die extra für die Lesung angereist war, zum Veranstaltungsort. Es regnete. Der Abend lud nicht unbedingt dazu ein, das Haus zu verlassen.

Wir waren etwas früh dran und wurden auf den namensgebenden Dachboden geführt, auf dem die Lesung stattfand. Eine persönliche, fast schon private Atmosphäre erwartete Autoren und Zuhörer, die auf Kissen, Sesseln und einem gemütlichen Sofa rund um die kleine Bühne Platz nehmen konnten. Der Regen prasselte leise auf die Dachfenster und untermalte die vorgelesenen Texte. Da es nicht ganz voll war, rückten Zuhörer und Autoren etwas näher zusammen. Ein Mikrofon wurde nicht benötigt, um den Raum mit Geschichten zu füllen.
Als Autoren waren Natascha Herkt, Kathy Kahner, Nina Möller und ich selbst mit dabei.
Uns allen stand, sowohl was Themen als auch Genres anbelangte, ein äußerst abwechslungsreicher Abend bevor.

Natascha Herkt begann mit ihrer düsteren Sci-Fi-Kurzgeschichte »Der Züchter«, ein Text über den Überlebenskampf illegaler Organhändler in einer zukünftigen Welt. Später beschloss sie den Abend mit dem kurzen Prosatext »Ich hatte immer Angst vor Darth Vader«, der dieses Jahr in der Anthologie »Struktur, Tapete« des kürzlich gegründeten Ruhrliteratur-Verlags erschienen ist.
In der Anthologie »Struktur, Tapete« bin übrigens auch ich mit der phantastischen Kurzgeschichte »Eine Reise in vier Wänden« vertreten. (Link)
Kathy Kahner las aus ihrem Roman »Eine dadaistische Reise ins Unaussprechliche«, einer skurrilen Fantasyparodie. Die absurd-komischen Abenteuer ihrer ungleichen Helden, die sich aufmachten, um das friedliche Dorf Nerdistown vor der Riesenfliege Drosophila zu retten, sorgten für viele Lacher im Publikum.
Nina Möller las verschiedene Kapitel aus ihrem noch namenlosen Romanprojekt, das unter anderem in einer geheimnisvollen Buchhandlung spielte, in die sich die Protagonistin verlaufen hatte. Thematisch hatte ich mir zwei sehr unterschiedliche Kurzgeschichten herausgesucht, jeweils mit einem Umfang von circa 14 Minuten. »Spiegelscherben«, eine mysteriöse Liebesgeschichte und »Versteckspiel im Grabhügelhaus«, eine humorvolle Gruselparodie.

Außerdem dachte ich mir etwas Besonderes für interessierte Leser aus. Seit längerer Zeit schreibe ich an einer Steampunk-Welt, in der sowohl mein unveröffentlichter Roman »Lilar Canea« als auch eine Reihe von Detektivgeschichten spielt.
Ursprünglich für verschiedene Wettbewerbe ausgelegt, blieben diese Geschichten um den Ermittler Robert Fuchs bisher ebenfalls unveröffentlicht. Was natürlich sehr schade ist, denn ich glaube an die Geschichten und habe viel Spaß daran, sie zu schreiben.
Um einen Eindruck zu bekommen, wie Robert Fuchs bei meinen Lesern ankommt, entschied ich mich für ein Experiment.
Ich beschloss, die erste Geschichte mit dem Titel »Der Fall des Herrn Krumm« für den limitierten Kreis der Lesungsbesucher, als E-Book bereitzustellen.
Ich wollte nicht nur mit einer schönen Lesung unterhalten, sondern den Besuchern auch etwas geben, das sie mit nach Hause nehmen konnten: meine Visitenkarte mit einem Downloadcode.

Insgesamt floss eine Menge Arbeit in die Vorbereitungen der Lesung und ich glaube, alle beteiligten Autoren freuten sich in gleichem Maße darauf.
Einziger Kritikpunkt: Die Moderation war leider etwas knapp. Vielleicht hätte an der Stelle etwas mehr Information über das Projekt NeugeDACHt und die Autoren weitergeholfen, entweder per Moderation, mit einem Programmzettel oder Ähnlichem. Schließlich kannten die Besucher uns nicht. Meine Lesezeit wollte ich natürlich lieber auf meine Geschichten verwenden, als mich ausgiebig vorzustellen.
Es hätte sich auch angeboten, einen persönlicheren Austausch zwischen Autoren und Zuhörern zu schaffen. Bei meiner Lesung im Bochumer BlueSquare vor einigen Monaten, die vom Schreibzentrum der Ruhr-Uni-Bochum veranstaltet wurde, hat dies trotz größerem Publikum sehr schön funktioniert.
Hätte es mehr Pausen gebraucht? Oder es war der späten Uhrzeit des Werktags geschuldet. Man merkte schon etwas, dass die Konzentration des Publikums nachließ und am Ende nicht nur wir Autoren ziemlich erschöpft waren.
Nichtsdestotrotz hat mir die Lesung viel Spaß gemacht und ich hoffe, auch den Gästen hat es gefallen. Vielen Dank für euer Interesse!
Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bei Organisator Peter Kaufung und Nathanael Ullmann bedanken, der mit tollen Fotos und einem Pressetext die Werbetrommel gerührt hat.

Ergänzung: Meine Geschichte »Versteckspiel im Grabhügelhaus« hat kürzlich einen Verlag gefunden und wird in den nächsten Monaten erscheinen. Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden.

Darüber hinaus habe ich beschlossen, auch die übriggebliebenen Download Codes für meine Steampunk-Detektivgeschichte »Der Fall des Herrn Krumm« zu verteilen. Wer Interesse hat, kann sich gerne bei mir melden. Zum Beispiel ganz einfach per Facebook.

(Artikel von Lars Hannig in Zusammenarbeit mit Natascha Herkt.)


Dienstag, 11 August 2015, 20:09 - Lars Hannig  Allgemein

Lesung am 27.08. in Bochum

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Es gibt wieder eine Lesung! Diesmal im Rahmen der »NeugeDACHt«-Veranstaltungsreihe. Eintritt frei!

Wann? Am 27. August 2015. Einlass: 19:00 Uhr
Wo? An der Maarbrücke 28, 44793 Bochum
Wer? Es lesen: Lars Hannig, Natascha Herkt, Nina Möller und Kathy Kahner.

„So unterschiedlich die vier jungen Menschen sind, so verschieden sind auch ihre Themen: Lars Hannig beispielsweise hat sich schon in den verschiedensten Sparten ausprobiert: Ob Fantasy, Steampunk, Thriller oder Jugendbuch, der 30-Jährige fühlt sich in allen Bereichen wohl. Für NeugeDACHt wird er sich aber vor allem an seine Kurzgeschichten halten: „Die enthalten meist eine reale Komponente, die dann durch übernatürliche Elemente angereichert wird“, sagt der gelernte Gamedesigner. Auch Natascha Herkt beschäftigt sich gerne mit dem realen Alltag mit einer Prise Absurdität. Für die 29-jährige Germanistik- und Komparatistikstudentin ist das Schreiben der pure Ausgleich zum Alltagsleben. – Ähnlich hält es Kathy Kahner, die schon sehr früh zum Schreiben kam, ihre Leidenschaft dann im Studium aus den Augen verlor und erst jetzt, in der Zeit kurz vor dem Master-Abschluss, die alte Liebe wiederentdeckte. Die Wahlbochumerin wird aus einem ihrer größten Projekte vorlesen, das sie nur schwer beschreiben kann: „Es ist ein wenig wie eine Fantasy-Parodie, allerdings nicht immer nur witzig, voller Absurdität und mit dadaistischen Tendenzen“, so Kahner, die in ihrer Freizeit auch Comics zeichnet. Nina Möller, die vierte Autorin, schreibt gerade an einer Geschichte, – die sich noch gar nicht einordnen lässt: „Ich bin selbst noch gespannt, in welche Richtung sie schlussendlich gehen wird“, so die angehende Buchhändlerlin. Ihr Skript in Arbeit, dass sie vorstellen wird, behandelt vor allem die Frage nach der Wahrnehmung auf verschiedensten Ebenen.“

Pressetext und Foto von Nathanael Ullmann.

 


Montag, 6 Juli 2015, 19:20 - Lars Hannig  Allgemein

Neue Veröffentlichung!

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Meine Kurzgeschichte »Eine Reise in vier Wänden« ist erschienen!
Der Protagonist wird sich darüber klar, dass Antworten nicht immer in tiefer Grübelei zu finden sind, und schafft es auf surreale Weise aus seiner beengten Alltagswelt auszubrechen.
Meine Freundin und Schreibkollegin Natascha Herkt ist mit ihrer Erzählung: »Ich hatte immer Angst vor Darth Vader« ebenfalls vertreten.
Eine Geschichte, in der es um den Verlust eines geliebten Menschen geht und um die Spuren, die dieser in seinen Räumen zurückgelassen hat.

Zu Lesen gibt es beide Geschichten in der Bild-Text-Anthologie »Struktur, Tapete«, erschienen im Ruhrliteratur Verlag als Ebook.

DueStorie: Eine Bild-Text-Anthologie, Band 2: Struktur, Tapete (Juni 2015)
»Welche Strukturen verbergen sich in unserem Leben, unseren Träumen und unseren Wohnräumen? Welche Rolle spielen (Wand-)Verkleidungen in unserem Leben und unserer Gefühlswelt? Warum sind Motive so wichtig für das Zusammenleben?
Die 16 Texte und 12 Fotos der Anthologie „Struktur, Tapete“ zeigen deutlich, wie groß der Spielraum zwischen Wachen und Träumen, Leben und Sterben, Erinnerung und Realität ist. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicken die AutorInnen auf Machtkämpfe, Lebenswillen, Nachbarn, Familienmitglieder und den täglichen Kampf mit der Welt und ihren Tücken. Die FotografInnen führen uns vor Augen, was passiert, wenn Tapete sich löst und die nackte Wahrheit dahinter zum Vorschein kommt, sie entführen uns an entlegene Orte und zu alten Gebäuden, die leer sind und doch voller Erinnerungen.«

 


Dienstag, 9 Juni 2015, 21:02 - Lars Hannig  Allgemein

Alumni-Workshop der Akademie für Kindermedien in Erfurt

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Freitagmorgen, fünfter Juni. Erfurt erwartet mich mit strahlend blauem Himmel.
Vor sieben Jahren war ich zuletzt dort, damals noch als Student und Teilnehmer der Akademie für Kindermedien. Dem einzigen »Masterclass-Programm und die beste Kreativschmiede in Deutschland für Autoren, die Inhalte für Kinder entwickeln« (Zitat: Mario Giordano). Der Schwerpunkt liegt auf Spielfilm, Serie und Buch. In mehreren Wochenworkshops, die über das Jahr verteilt sind, werden Stoffe weiterentwickelt und eine gemeinsame Basis an Sprache und Handwerkszeug geschaffen.
Für mich war es eine sehr spannende und wertvolle Zeit, an die ich gerne zurückdenke.
Zum Jubiläum der Akademie für Kindermedien findet ein Alumni-Workshop statt. Ich nutze die Gelegenheit um neue Akademie-Kollegen kennenzulernen und ehemalige wiederzusehen. Fünfzig Alumni sind, wie ich, dem Ruf der Akademie gefolgt.
Nach einer kurzen Einführung sitze ich in einem abgetrennten Raum und sehe neue Gesichter um mich mit einem gemeinsamen Ziel: Wir entwickeln eine Stoffidee. In unserem Fall für einen Jugendfilm. Gegen Abend stellen sich die Gruppen ihre Stoffe vor.
Es ist kaum zu glauben! Fremde Menschen mit unterschiedlichen Spezialgebieten werden innerhalb kürzester Zeit kreativ und produktiv, entwickeln gemeinsam eine Idee. Und doch fühlt man sich bald nicht mehr so fremd. Wir sprechen eine gemeinsame Sprache durch unsere Akademie-Erfahrung.
Am Abend findet die After-Show-Party des Goldenen Spatz statt. Endlich bietet sich die Gelegenheit, gruppenübergreifend Kollegen kennenzulernen. Im Innenhof des Cosmopolar sind nun auch die frischen Absolventen dieses Jahres mit dabei und erzählen mir bei Bratwurst und Bier von ihren Projekten. Als mein Körper nach dem langen Tag seinen Schlaf einfordert, mache ich mich auf zum Hotel.

150605_AKM_06, Foto: larshannig.de 150605_AKM_05, Foto: larshannig.de

Samstagmorgen. Ich bummele durch die verschlafenen Straßen von Erfurt, sehe mir die Architektur an, das Wetter ist angenehm. Der kurze Exkurs aus meinem Alltag im Ruhrgebiet hat sich gelohnt. Der zweite Workshop-Tag besteht aus Feedbackrunden und es gibt Gelegenheit sich mit vielen anderen Alumni auszutauschen. Jeder Einzelne hat eine spannende Geschichte zu erzählen. Ich werde ermutigt, Exposés zu meinen Romanentwürfen zu schreiben und sie anzubieten.
Herzlichen Dank an die AKM, die Mentoren und Organisatoren für diesen tollen Alumni-Workshop! Ich hoffe auf Weitere und freue mich auf mehr Aktivität in der Community.

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Samstagabend. Mein Wochenende kann beginnen.
Ich bin erschöpft, die lange Zugfahrt zurück ins Ruhrgebiet steckt mir in den Knochen. Ich verschiebe das Wochenende auf Sonntag. Erstmal ausschlafen.
In meinen Träumen laufe ich erneut durch die engen gepflasterten Gassen Erfurts. Sie sind menschenleer. Über mir spenden altmodische Laternen warmes Licht. Ein schöner Ort für einen nächtlichen Spaziergang.

Sonntag. Um halb acht kann ich nicht mehr schlafen. Ich beschließe, mir einen entspannten Tag zu machen und nichts zu tun. Nur E-Mails beantworten, meine Gedanken ordnen, gemütlich mit meiner Freundin frühstücken. Tagsüber zocken wir Splatoon an. Am Abend schauen wir Sherlock.
Den Blogeintrag schreibe ich Montag. Oder Dienstag.

(Fotos: Susanne Biesinger / AKM)