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Samstag, 27 Oktober 2012, 15:08 - Lars Hannig  Allgemein

Willkommen!

Auch ich möchte euch an dieser Stelle willkommen heißen! Wie Winkekatze bereits sagte, weiß ich noch nicht, wie oft ich dazu komme, im November zu diesem Blog beizutragen. Für mich beginnt schon jetzt eine sehr arbeitsreiche, anstrengende Zeit. Dennoch stellt sich mir nicht die Frage, ob ich auch in diesem Jahr beim Nano mitmache- es ist selbstverständlich. Insgesamt bin ich zum vierten Mal dabei.

Das Schreiben ist seit Langem ein wichtiger Teil meines Lebens und ein entscheidender Ausgleich für den Arbeitsalltag. Ein Stützgerüst für das Leben und ein Schutzpanzer gegen den alltäglichen Wahnsinn, dem man sich als Programmierer gegenübersieht. Ich denke, in unserer modernen Zeit ist ein Ausgleich neben dem Beruf unerlässlich. Die einen spielen in einer Band, beginnen den Tag mit langen Spaziergängen oder Frühsport. Ich schreibe. Klingt langweilig? Keineswegs! Ich sehe die Welt, lerne täglich neue Charaktere kennen- bereise sogar aufregende andere Welten, in die vor mir noch kein Mensch einen Fuß gesetzt hat- und das alles ohne das Zimmer zu verlassen oder auch nur den Fernseher einschalten zu müssen. Ich sitze in der ersten Reihe in meinem Kopfkino, kann es mir mit einer großen Tüte imaginärem Popcorn bequem machen und erlebe jede Geschichte hautnah als allererster. Eine Sneak-Preview im Lieblingskino ist nichts dagegen und ich zahle nicht einmal 3D Aufpreis.

Seit dem letzten Nano habe ich es geschafft das ganze Jahr über regelmäßig, zum größten Teil auch täglich, zu schreiben. Ich kann mir kaum einen schöneren Weg vorstellen den Tag zu beginnen, als mich an den Schreibtisch zu setzen und für ein paar Stunden in die Welt meiner Geschichten einzutauchen. Zeitweise war das so ziemlich der einzige Luxus, den ich mir gegönnt habe. Das Schreiben ist so zu einer Art Belohnung geworden, auf die ich mich freuen kann, ein kleiner Höhepunkt eines jeden Tages. Frei nach den Worten von Neil Gaiman: „Tomorrow may be hell, but today was a good writing day, and on the good writing days nothing else matters.“ (Morgen mag die Hölle sein, aber heute war ein guter Schreibtag und an den guten Schreibtagen spielt nichts anderes eine Rolle.)

Ob alteingesessener Autor oder Neulinge, spielt beim Nano keine Rolle. Ziel ist es, über seinen Schatten zu springen und zu schreiben. Persönlich weiter zu kommen. Und es ist doch umso schöner, sich mit anderen Nanos über das Schreiben austauschen zu können.

Da wäre zum Beispiel die Frage, woher man seine Ideen nimmt.
Manchmal kann das ganz unerwartet kommen. Bis vor zwei Tagen wusste ich noch nicht, in welche Richtung meine Geschichte beim diesjährigen Nano gehen würde. Ich schwankte zwischen einer Weiterführung meines letzten Romans oder etwas ganz anderem. Vielleicht einer Sci-Fi Geschichte. Den entscheidenden Denkanstoß gab mir aber schließlich die 2009er Nano Geschichte von Winkekatze.
Zu diesem Nano möchte ich mich an einer Geschichte versuchen, die in unserer Welt, im Hier und Jetzt spielt. Es ist eine Idee, die ich, wie viele andere schon seit Jahren mit mir herumtrage. Während meine vorherigen Nano Romane im weiteren Sinne in eine Fantasy Richtung gingen, wird diese Geschichte mehr mit einem Thriller gemeinsam haben.
Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf. 🙂

Euer Starcat