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Dienstag, 9 Juni 2015, 21:02 - Lars Hannig  Allgemein

Alumni-Workshop der Akademie für Kindermedien in Erfurt

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Freitagmorgen, fünfter Juni. Erfurt erwartet mich mit strahlend blauem Himmel.
Vor sieben Jahren war ich zuletzt dort, damals noch als Student und Teilnehmer der Akademie für Kindermedien. Dem einzigen »Masterclass-Programm und die beste Kreativschmiede in Deutschland für Autoren, die Inhalte für Kinder entwickeln« (Zitat: Mario Giordano). Der Schwerpunkt liegt auf Spielfilm, Serie und Buch. In mehreren Wochenworkshops, die über das Jahr verteilt sind, werden Stoffe weiterentwickelt und eine gemeinsame Basis an Sprache und Handwerkszeug geschaffen.
Für mich war es eine sehr spannende und wertvolle Zeit, an die ich gerne zurückdenke.
Zum Jubiläum der Akademie für Kindermedien findet ein Alumni-Workshop statt. Ich nutze die Gelegenheit um neue Akademie-Kollegen kennenzulernen und ehemalige wiederzusehen. Fünfzig Alumni sind, wie ich, dem Ruf der Akademie gefolgt.
Nach einer kurzen Einführung sitze ich in einem abgetrennten Raum und sehe neue Gesichter um mich mit einem gemeinsamen Ziel: Wir entwickeln eine Stoffidee. In unserem Fall für einen Jugendfilm. Gegen Abend stellen sich die Gruppen ihre Stoffe vor.
Es ist kaum zu glauben! Fremde Menschen mit unterschiedlichen Spezialgebieten werden innerhalb kürzester Zeit kreativ und produktiv, entwickeln gemeinsam eine Idee. Und doch fühlt man sich bald nicht mehr so fremd. Wir sprechen eine gemeinsame Sprache durch unsere Akademie-Erfahrung.
Am Abend findet die After-Show-Party des Goldenen Spatz statt. Endlich bietet sich die Gelegenheit, gruppenübergreifend Kollegen kennenzulernen. Im Innenhof des Cosmopolar sind nun auch die frischen Absolventen dieses Jahres mit dabei und erzählen mir bei Bratwurst und Bier von ihren Projekten. Als mein Körper nach dem langen Tag seinen Schlaf einfordert, mache ich mich auf zum Hotel.

150605_AKM_06, Foto: larshannig.de 150605_AKM_05, Foto: larshannig.de

Samstagmorgen. Ich bummele durch die verschlafenen Straßen von Erfurt, sehe mir die Architektur an, das Wetter ist angenehm. Der kurze Exkurs aus meinem Alltag im Ruhrgebiet hat sich gelohnt. Der zweite Workshop-Tag besteht aus Feedbackrunden und es gibt Gelegenheit sich mit vielen anderen Alumni auszutauschen. Jeder Einzelne hat eine spannende Geschichte zu erzählen. Ich werde ermutigt, Exposés zu meinen Romanentwürfen zu schreiben und sie anzubieten.
Herzlichen Dank an die AKM, die Mentoren und Organisatoren für diesen tollen Alumni-Workshop! Ich hoffe auf Weitere und freue mich auf mehr Aktivität in der Community.

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Samstagabend. Mein Wochenende kann beginnen.
Ich bin erschöpft, die lange Zugfahrt zurück ins Ruhrgebiet steckt mir in den Knochen. Ich verschiebe das Wochenende auf Sonntag. Erstmal ausschlafen.
In meinen Träumen laufe ich erneut durch die engen gepflasterten Gassen Erfurts. Sie sind menschenleer. Über mir spenden altmodische Laternen warmes Licht. Ein schöner Ort für einen nächtlichen Spaziergang.

Sonntag. Um halb acht kann ich nicht mehr schlafen. Ich beschließe, mir einen entspannten Tag zu machen und nichts zu tun. Nur E-Mails beantworten, meine Gedanken ordnen, gemütlich mit meiner Freundin frühstücken. Tagsüber zocken wir Splatoon an. Am Abend schauen wir Sherlock.
Den Blogeintrag schreibe ich Montag. Oder Dienstag.

(Fotos: Susanne Biesinger / AKM)