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Freitag, 1 Mai 2015, 10:29 - Lars Hannig  Allgemein

Lesung und andere Neuigkeiten

Lesung: "Ins Blaue geschrieben und um die Ecke gebracht" im BlueSquare 21.04.2015

Es ist erster Mai und was besser tun am Tag der Arbeit, als ein bisschen von dem abzuarbeiten, dass zuvor liegen geblieben ist? Dazu zählt auch das Schreiben eines neuen Blogeintrags.

Den Anfang mache ich mit einer kleinen freudigen Nachricht. Trotz der üblichen Hürden der Post im Dortmunder-Norden hat vor kurzem ein unscheinbarer Brief aus Bochum seinen Weg zu mir gefunden. Mein erster Autorenvertrag!
Es dreht sich dabei um die Nutzungsrechte zu meiner Kurzgeschichte »Eine Reise in vier Wänden« die in den nächsten Monaten im Rahmen der Bild-Text-Anthologie „Fassaden|Risse“ der Reihe dueStories als Ebook erscheinen wird.
Übrigens ist meine Freundin und Schreibkollegin Natascha Herkt ebenfalls in der Anthologie vertreten. Natürlich musste das gebührend gefeiert werden. Wir haben leckeres selbstgemachtes Sushi gefuttert.

Wie euch vielleicht bereits aufgefallen ist, habe ich nun auch eine Facebook-Autorenseite. Tadaaa! Folgt ihr und bleibt so stets auf dem Laufenden, was meine Schreibeskapaden angeht. (Ihr findet den Link oben rechts hier im Blog unter dem Header. Oder direkt auf: https://www.facebook.com/lars.hannig)
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei allen bedanken, die die Seite bereits mit »Gefällt mir« markiert haben! Ihr seid toll!

Nun darf ich nicht vergessen, endlich auf die Lesung vom 21.04.2015 im BlueSquare in Bochum einzugehen. Sicher habt ihr bereits auf der Facebook-Seite den geteilten offiziellen Beitrag samt Fotos vom Schreibzentrum der Ruhr-Uni-Bochum gefunden.
Thema der Lesung war »Ins Blaue geschrieben und um die Ecke gebracht«, kurz: Es ging um Mord. Den Grundstein legte die Veranstaltung »Ein Roman in 30 Tagen« des RUB Schreibzentrums. Hierbei handelt es sich um das Pendant zum National Novel Writing Month, an dem ich teilnahm.
Nun sollten Auszüge aus den entstandenen Romanen, die sich um das Thema Mord drehten, vorgetragen werden. Ich las aus meiner Geschichte »The Santa Connection«, die im Nanowrimo 2013 entstand.
„Ein allzu menschlicher Weihnachtsmann brettert in Holzfällerhemd und Lederjacke auf seiner Harley über amerikanische Highways und jagt in Selbstjustiz Verbrecher unter dem Deckmantel seiner Geheimorganisation.“
Die eigentliche Szene, die ich vorlas, habe ich Anfang des Jahres ergänzt, um bei Erstlesern beliebten Nebenfiguren etwas mehr Spielraum zu geben und die Handlung zu verdichten. Diese Szene war in einem Rutsch entstanden, eine Rohfassung.
Am Tag der Lesung hatte ich mir ab Mittag freigenommen. So konnte ich mich schon etwas vorbereiten und sicherstellen, dass ich im zeitlichen Rahmen blieb.
Die Lesezeit betrug nur circa 7-8 Minuten und war aufgrund der Teilnehmerzahl der lesenden Autorinnen streng limitiert. Wir waren zu acht, ich war als einziger männlicher Vertreter des Handwerks mit dabei. Der Quoten-Autor sozusagen. Stimmen aus dem Publikum empörten sich darüber, wenn auch mit einem Augenzwinkern, ob das Schreiben denn zu einer Frauendomäne geworden sei.
Mir war es sehr recht von netten Schreibkolleginnen umgeben zu sein, denn die Stimmung war toll und die vorgetragenen Texte sehr vielseitig. Ich fühlte mich wohl.
Als Erstes war ich an der Reihe, im Laufe des Abends wurden die Texte zunehmend expliziter. Vom Verdacht eines Mordes, dem Auffinden einer Leiche, bis tatsächlich Blut floss.
Nach der Hälfte der Lesung und am Ende gab es eine Fragerunde an die Autoren.
Die Publikumsreaktionen waren sehr gut. Es wurde mehrfach gefragt, ob es die jeweiligen Texte und die zugehörigen Romane irgendwo bereits in lesbarer Form gäbe. Das macht natürlich Mut.
Der Raum im BlueSquare war gut ausgestattet, es gab neue Stühle, Beamer, ein Stehpult, sogar Ansteck-Mikros. Was für ein Segen! So war es deutlich angenehmer als mit einem Stabmikro vor der Nase oder ganz ohne »Verstärkung« zu lesen.
Ich muss wirklich die Organisation des Schreibzentrums und das freundliche Personal des BlueSquare loben. So sollte es immer laufen!
Die Mitarbeiter, allen voran Dr. Ulrike Lange und Dr. Nicole Hinrichs, haben sich wirklich gekümmert und alles lief sehr professionell und herzlich ab. Auch die Stimmung unter uns Lesenden war wirklich toll. Darin lag für mich der Höhepunkt des Abends.
Am Ende waren alle Beteiligten zufrieden, weitere Lesungen sollen folgen.

Zu guter Letzt möchte ich euch von meinen jüngsten Ausschreibungen erzählen.
Der DrachenStern-Fantasik-Preis hat mich mit gleich zwei Ausschreibungen gelockt:

In der Science-Fiction Geschichte »Die Welt nach Carver« zieht ein junger Virtual-Design Student mit einem Fable für Comics in die abgeranzte Wohnung seines kürzlich verstorbenen Physiker-Onkels. Die Bude des Physikers ist bis zur Decke mit alten Aufzeichnungen vollgestopft, ganz zu Schweigen vom Keller. Dort stößt Carver auf eine Maschine, mit der er die Welt verändern und Dinge erschaffen kann. Etwas läuft schief. Nun liegt es an ihm, mit seinem irrationalen Einfallsreichtum die Katastrophe abzuwenden und die Welt zu retten.
Die Fantasy Geschichte »Bis ans Ende der Zeit«, dreht sich um ein skurriles Ehepaar und die Verwirklichung der gemeinsamen Lebensträume im tranigen Küstenort Salzbucht. Als sie sterben, treffen sie mit leichter Verzögerung in einem Luxushotel wieder aufeinander. Noch sind sie nicht bereit für das Jenseits. Der Tod stellte nicht etwa ein Allheilmittel für ihre Probleme dar, nein, die müssten sie schon selbst lösen. Ihnen bleibt bis zum Aufruf einer Coupon-Nummer, bevor die Finsternis sie für immer verschluckt. Es sei denn, sie bekommen ihre »Kommunikationsprobleme« in den Griff.

Nun heißt es warten und Tee trinken. Gaanz viel Tee.