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Samstag, 29 April 2017, 12:18 - Lars Hannig  Ermittler Robert Fuchs | Steampunk

Geschichten aus der Steampunk-Welt: Von ›Eerievale‹ über ›Lilar Canea‹ zu ›Robert Fuchs‹

Seit über vierzehn Jahren bewege ich mich im Steampunk-Genre und baue mit meinen Geschichten eine stimmige Welt auf.
Begonnen hat es mit dem amerikanischen Kontinent für mein Eerievale Projekt, das ursprünglich als Roman und Grafik Adventure geplant war.
Später ging es mit meinem Romanprojekt Lilar Canea weiter, das in einem Waisenhaus auf dem europäischen Kontinent in Vernia spielt.
Die Detektivgeschichten um Ermittler Robert Fuchs führen die LeserInnen erstmals an gänzlich unterschiedliche Orte und zeichnen ein spannendes und abwechslungsreiches Bild.

Der Schwarzer Drachen Verlag hat sich den Steampunk-Detektivgeschichten mit Ermittler Fuchs angenommen und wird sie veröffentlichen, um auf diese Weise ein Portal für die LeserInnen in die Story-Welt zu öffnen.

Alle Infos und Einblicke hinter die Kulissen findet ihr hier oder im neuen Vorschau Bereich oben in der Navigation.


Sonntag, 5 März 2017, 9:14 - Lars Hannig  Allgemein | Ermittler Robert Fuchs | Steampunk | Videospiele

Mein großes Projekt für 2017

Es ist so weit, endlich kann ich euch meine dritte und größte Neuigkeit verraten. Eine die alle drei Themen: Videospiele, Phantastik und Steampunk verknüpft. *trommelwirbel*

Meine Steampunk-Detektivgeschichten von »Ermittler Fuchs« haben ein Verlagszuhause beim wunderbaren Schwarzer Drachen Verlag gefunden und ich bin glücklich!
Der Vertrag ist unterschrieben und die Arbeit an meinem ersten eigenständigen Buchprojekt kann beginnen.

Robert Fuchs ist Ermittler für übernatürliche Fälle in Vernia, dem europäischen Kontinent eines alternativen zwanzigsten Jahrhunderts.
Mit kühlem Kopf, Kombinationsgabe und skurrilen Lösungsansätzen gehen Fuchs und sein elfjähriger Gehilfe, der einstige Waisenjunge Emil, der Wahrheit auf den Grund.

Eins sei noch verraten: Das Buch beinhaltet nicht nur die beiden bisherigen Fälle von Ermittler Fuchs in überarbeiteter und erweiterter Form, sondern auch eine ganze Reihe neuer Geschichten.

Wer beim Namen »Vernia« hellhörig wird und an meinen Steampunk-Fantasy Roman »Lilar Canea« denkt, hat ins Schwarze getroffen. Fuchs’ Geschichten sind in der gleichen Welt angesiedelt.
Die Verbindung zu Steampunk und Phantastik sollte also klar sein. Aber Videospiele?
Dazu muss ich noch etwas weiter ausholen, denn die Wurzeln von Fuchs und seiner Welt reichen zurück, bis zu meinem allerersten Romanprojekt: Eerievale.
Ich habe es tatsächlich gesagt, das ominöse E-Wort.
Das Ganze entstand vor so langer Zeit, dass es fast schon Legendencharakter hat. Ich war noch Schüler und der Begriff Steampunk war mir fremd. Ich konnte das Setting lediglich umschreiben: Eine Fantasy-Geschichte, die in einer alternativen Welt mit viktorianischen Einflüssen angesiedelt war. Dabei trafen Aberglaube und Magie auf das Leben und die Technik des neunzehnten Jahrhunderts.
Doch Eerievale war nicht bloß mein erstes Romanprojekt, sondern auch mein erstes Adventure Videospielprojekt, noch dazu für die technisch grundverschiedenen Retro-Konsolen Atari Jaguar und Sega Dreamcast.
Es geschah, wie so häufig bei Hobby-Entwicklungen: Das Projekt war zu aufwendig, als das ich es alleine hätte fertigstellen können. Durch mein Game Design Studium und meinen Job musste ich mich anderen Dingen zuwenden.

Doch weiterhin erreichen mich alle paar Jahre Anfragen von interessierten Abenteurern und vor allem von Lesern.
Wenn schon das Videospiel eingestellt ist, was ist dann aus den Geschichten geworden, die sich um die Figuren und die Fantasy-Welt ranken? Gibt es keine Möglichkeit sie mit meinen Lesern zu teilen?
Jetzt lautet die Antwort endlich: Ja!
Es ist dieses Buch, noch ohne Titel, aber mit den Geschichten von »Ermittler Fuchs«, auf das ihr gewartet habt.

Ich hoffe, ihr seid so gespannt wie ich und freut euch mit mir darauf.
Neuigkeiten zum Projekt erfahrt ihr natürlich hier auf meiner Autorenhomepage und auf meiner Facebook-Seite.


Sonntag, 23 Oktober 2016, 12:18 - Lars Hannig  Ermittler Robert Fuchs | Steampunk

Steampunk

dampfmaschinebergbaumuseum Auf dem Weg zur Steamtropolis 2015

Was ist eigentlich Steampunk? In diesem Blogeintrag gebe ich eine allgemeine Definition dieses literarischen Genres. Außerdem gehe ich der Frage auf den Grund, was Steampunk für mich als Autor und Leser reizvoll macht, wie ich zum Steampunk fand und was meine Geschichten antreibt.

Was ist Steampunk?
Viktorianische Science-Fiction. Viel knapper lässt es sich wohl nicht auf den Punkt bringen. Autoren des neunzehnten Jahrhunderts wie Jules Verne, H.G. Wells, Edgar Allan Poe, Mary Shelley oder Arthur Conan Doyle kann man zu den bekanntesten Begründern des Genres zählen. Die Gemeinsamkeit der Autoren liegt darin, dass sie aus ihrem Leben und ihrer Zeit schöpften und nach den Sternen griffen, um sich eine mögliche Zukunft vorzustellen.
In ihren Geschichten ging es zum Beispiel um das Bereisen fremder oder vergessener Welten oder die Ergründung unserer eigenen, nicht selten mit Hilfe spektakulärer Flugmaschinen oder Unterseebooten. Manche dieser Reisen führten durch die Zeit, andere sogar zu fernen Planeten. Auch künstlich geschaffenes Leben durch Mechanik oder Fleisch war ein Thema. Dystopien dachten den gesellschaftlichen Verfall weiter und Utopien beschrieben ein neu entdecktes Paradies, in dem ein Neuanfang für die Menschheit bevorstand.
Viele dieser Geschichten haben ihren Platz als Klassiker der Weltliteratur zurecht, einige werden auch der Science-Fiction zugeordnet. Es wird längst nicht mehr die Nase darüber gerümpft, dies seien doch bloß Unterhaltungsromane.

Retro-Futurismus ist ein weiteres Synonym für Steampunk, letzterer wurde als Begriff erst 1987 von dem Autor K. W. Jeter geprägt.
Wenn es heutzutage überhaupt Richtlinien gibt, ist eine davon die Vorstellung von einer Zukunftswelt aus dem Blickwinkel der Vergangenheit, insbesondere aus Sicht der viktorianischen Zeit und ihrer Einflüsse.
Dazu zählt auch die Transformation moderner Möglichkeiten in die Technologien der zurückliegenden Epoche. So wäre beispielsweise eine Rechenmaschine auf mechanischer Basis und betrieben durch Dampfkraft vorstellbar, die in einem Steampunk Roman die Rolle eines Computers einnimmt. Denkt man an die »Analytical Engine«, sind die tatsächlichen Wurzeln des Computers nicht so weit davon entfernt.

Wie auch schon ihre großen Vorbilder, bewegen sich heutige Steampunk-Geschichten innerhalb eines breiten Spektrums von Fiktion und reichen von phantastischen Alltagsgeschichten, über Horror, Thriller und Krimi bis hin zu Fantasy und Science-Fiction. In einem Steampunk-Setting sind die verschiedensten Geschichten vorstellbar. Demnach kann man Steampunk auch als Subgenre ansehen.
Ich persönlich schreibe zum Beispiel gerne Steampunk-Fantasy oder Steampunk-Detektivgeschichten.

Gibt es »falschen« Steampunk?
Wo Meinungen aufeinandertreffen, geschieht schnell eine Einteilung in richtig oder falsch, die zu hitzigen Diskussionen führt, aber absolut subjektiv ist. Es gibt unterschiedliche Ausprägungen und Geschmäcker. Nicht jeden Leser sprechen die gleichen Themen an.
An sich gibt es keinen »falschen« Steampunk. Jede Variante reichert das Genre an und eine Genredefinition kann immer erst in der Retrospektive stattfinden.
Natürlich gibt es unterschiedliche Abstufungen an Tiefgang und große Qualitätsunterschiede.
Gute Geschichten haben genreübergreifend eins gemeinsam: Die Welt und ihre Figuren müssen in sich glaubhaft sein.

Mein erster Kontakt mit Steampunk
Zum ersten Mal in Kontakt mit dem Begriff Steampunk kam ich durch ein Buch zum Thema Mangazeichnen. Dort war ein Charakter mit einem dampfbetriebenen Jetpack abgebildet, im Hintergrund sah man eine viktorianische Skyline mit Luftschiffen. Das war circa 2005 und ich war auf der Suche nach einem Grafikstil für ein Computerspielprojekt. Leider konnte ich fürs Zeichnen nicht die nötige Geduld aufbringen. 😉

Wenn es um meine Faszination für die viktorianische Zeit und Retro-Technologie geht, muss ich auch immer an meine Dampfmaschine aus Kindertagen denken.
Als Kind war ich verrückt nach allem mit Dampfantrieb. Besonders Lokomotiven. Gab es irgendwo ein Museum oder auch nur ein Sachbuch mit Abbildungen von Dampfmaschinen, Mechanik oder den Erfindungen Da Vincis, musste ich es haben.
Später waren es dann der Erfindungs- und Abenteuergeist der viktorianischen Zeit und das Leben der Menschen in einer Gesellschaft, die man als Prototyp unserer modernen sehen kann, die mich begeisterten. Außerdem kann ich mich nach wie vor an der Ästhetik der viktorianischen Zeit nicht sattsehen.
Dampfmaschine
Mein erstes großes Romanprojekt war eine Fantasy-Geschichte, die in einer alternativen Welt mit viktorianischen Einflüssen spielte. Dabei traf Magie auf das Leben und die Technik des neunzehnten Jahrhunderts. Wenn das nicht nach Steampunk klingt… Aber zu dieser Zeit kannte ich den Begriff noch nicht.
Erst 2005 stolperte ich darüber und erst 2011, als ich Steampunk als Musikgenre entdeckte, flammte meine Leidenschaft für das Thema erneut auf und ich schrieb zum ersten Mal bewusst einen Steampunk-Fantasy-Roman.

In den Jahren darauf erhoffte sich der Buchmarkt durch Steampunk den nächsten Fantasy-Hype, wie zuvor durch glitzernde Vampire. Plötzlich fanden sich auf unzähligen Buchcovern Zahnräder, viktorianische Verschnörkelungen und finstere Skylines eines nebeligen Londons.
Sollte dir ein solches Buch in die Hände fallen, bitte ich um Vorsicht!
»Never judge a book by its cover.« Für kaum ein Genre ist das so zutreffend wie für Steampunk. Lest ein paar Seiten, erst so wisst ihr, was ihr in den Händen haltet. Bloßes Marketing-Gimmick, einen Schnulzenroman von der Qualität einer schlechten Fanfiction, einer plakativen Zurschaustellung von Steampunk-Schlagworten, oder aber gute Unterhaltung bis hin zu Weltliteratur.

Glücklicherweise nimmt die Steampunk-Gemeinde es mit Humor, wenn versucht wird aus ihrer Leidenschaft Profit zu schlagen.

Was bedeutet Steampunk für mich?
Für mich bedeutet Steampunk eine spannende Geschichte in einer Welt und zu einer Zeit zu erleben, die es aus unserer Perspektive so nie gab. Mir gefallen besonders der viktorianische Erfindungs- und Abenteuergeist und das Gefühl unbegrenzter Möglichkeiten. Ein gewisser »sense of wonder« würde man vielleicht im Englischen sagen.
Steampunk ist für mich kein Gimmick, sondern funktional für die Handlung und bildet den Hintergrund der Geschichten. Dabei treffen viele meiner Interessen und Themen, über die ich gerne schreibe auf natürliche Weise zusammen. Es ist meine Romanwelt, von der ich erzähle, Figuren und Handlung entwickeln sich dabei ganz natürlich.
Mich fasziniert weniger die Perfektion industrieller Fertigung oder die Macht eines Großkonzerns, sondern die technische und künstlerische Vision des einzelnen Meisters seines Handwerks.
Beschreibe ich Erfindungen oder Mechanismen, erfüllen sie in der Welt einen Zweck und sind innerhalb der Welt plausibel. Sonst sprechen wir nicht von Möglichkeiten, sondern von Firlefanz und Tand, der nichts zur Geschichte beiträgt und eher stört.
Wird eine Geschichte nicht von ihrem Setting bereichert oder ist das Setting austauschbar, sollte man seine Geschichte vielleicht überdenken.

Meine Geschichten drehen sich um Menschen, die sich in einer industrialisierten Welt zurechtfinden müssen. Wie finden wir Menschen uns in einer unnatürlichen Welt zurecht? Was passiert da mit uns? Wie können wir für uns die Rolle ergründen, die wir im großen Ganzen spielen? Sind wir bloß austauschbare Zahnräder im Getriebe und welche Bedeutung hat unsere Existenz? Wie viel Einfluss hat man auf sein Leben?
Es sind also durchaus Fragen, die in unserer heutigen Gesellschaft genauso relevant sind wie damals.
Manchmal verschwimmt auch die Grenze zwischen Aberglauben und Wissenschaft. Auch wir sind durch das Internet und die Medien längst bei einer modernen Form von Aberglauben angekommen.
Hinter jeder guten Geschichte steht eine »Was wäre wenn?«-Frage. Science-Fiction stellt die Frage nach dem Zukünftigem. Steampunk wandert ein gutes Stück zurück, öffnet eine alternative Zeitlinie und stellt dann die gleiche Frage. Diese Abstraktionsebene ermöglicht einen ganz besonderen Blick auf unsere Zeit und unser Leben.
Womit wir den Kreis zur viktorianischen Science-Fiction schließen.


Donnerstag, 14 April 2016, 6:06 - Lars Hannig  Allgemein | Ermittler Robert Fuchs | Steampunk

Steampunk-Romanprojekt: Lilar Canea

Bei meinem großen Romanprojekt in diesem Jahr geht es mir darum, ein Manuskript mit Exposé beim entsprechenden Verlag anbieten zu können. (Hier war die Leipziger Buchmesse eine großartige Orientierung und sehr motivierend.)

Zuerst musste ich mich für einen geeigneten Roman entscheiden.
Die Entscheidung ist auf meinen Steampunk-Fantasy-Roman »Lilar Canea« gefallen. Vielen Dank an meine Testleser für eure Begeisterung und Unterstützung.

Was hat das zu bedeuten, wenn ich doch schon ein Manuskript habe?
Die Romanidee ist gut, die Umsetzung würde ich heute ganz anders angehen, sie kam zwar gut an, überzeugt mich heute aber nicht mehr. Sowohl mein Schreibstil als auch die Welt der Geschichte haben sich stark weiterentwickelt.

Lilar Canea wird also ein komplett neues Manuskript.
Leser meiner Steampunk-Detektivgeschichten um Ermittler Robert Fuchs werden sich in der Welt gleich Zuhause fühlen, denn der Roman von 2011 legte den Grundstein für alles Weitere.
Ihr dürft gespannt sein.