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Montag, 13 Juni 2016, 19:39 - Lars Hannig  Allgemein

Lesungsbericht – SpecOps vom 7.6.2016 in Münster

Lesung SpecOps Gruppenfoto

(Bild: Ruhrliteratur)

Ursprünglich war geplant, dass ich die Lesung der »Keller, Schlüssel«-Anthologie im SpecOps in Münster nur als Gast besuche. Doch dann wurde ich kurzfristig gefragt, ob ich als Unterstützung meiner KollegenInnen in verteilten Rollen mitlese.
Aber erstmal zum Veranstaltungsort zu kommen, stellte sich an diesem Abend als gar nicht so einfach heraus…

Der Tag begann als gewöhnlicher Arbeitstag vor dem Bildschirm. Nach Feierabend traf ich mich in Dortmund mit meinen Autorenkolleginnen Natascha Herkt und Kathy Kahner mit Gast und wir machten uns mit dem Auto auf in Richtung Münster.
Welchen Weg genau wir nahmen, ist im Nachhinein schwer zu sagen, denn es regnete in Strömen und entsprechend verregnet war auch unsere Ankunft. Es dauerte alleine eine halbe Stunde, um in die Innenstadt Münsters vorzudringen. Uns erwartete ein Verkehrschaos sondergleichen. Grünphasen in Sekundenlänge. Fahrzeuge, die das Reißverschlussverfahren mit einem Häkelmuster verwechselten und eilige Fahrradfahrer, die auch dort immer noch eine Lücke fanden, wo eigentlich keine war.
Zum Glück hatten nicht nur wir uns verspätet, sodass am Ende trotzdem gemeinsam begonnen werden konnte.
Eine Autorin fiel aufgrund des Unwetters aus, so dass ich in letzter Minute nicht nur als Unterstützung eine Rolle in den Geschichten meiner KollegenInnen las, sondern mit meinem Beitrag aus »Struktur, Tapete« einsprang, um die Lücke zu schließen.
Die Lokation war gut ausgestattet: Bühne, Beamer, Mikros, bequeme Sessel und Stühle, alles war vorhanden und hatte einen alternativen Touch.
Zum ersten Mal wurde mir das bewusst, als ich die Toilette suchte und passend zum Thema der Lesung die Kellertreppe hinabstieg. Ich stand vor zwei Türen, die mit buntem Graffiti verziert waren und so recht schlau wurde ich nicht daraus. Am liebsten hätte ich gewürfelt, ob ich den einen oder anderen Pfad beschreiten sollte. Ich versuchte, aus den Farben des Graffiti Rückschlüsse zu ziehen. War denn nun die eine oder andere Tür etwas femininer gestaltet? Doch ist das in unserer heutigen Zeit überhaupt noch wichtig? Wenn schon in den prüden USA über Unisex-Toiletten diskutiert wird… Sauber waren beide.
Zum zweiten Mal wurde mir das alternative Flair bewusst, als ich auf die Getränkekarte schaute. Seit meiner Zeit in der Gamesbranche denke ich bei Club-Mate immer automatisch an junge Männer in karierten Hemden mit Schiebermütze aus Tweed oder einem roten Barré. Coca Cola gab es nicht, ich bestellte eine Premium Cola und hoffte auf eine Artverwandtschaft.

Wie auch bei den letzten Lesungen, bereitete uns HerrTapete samt sexy neuer Gitarre in Rot einen tollen Einstieg.
Die Lesung wurde Nicholas Wieling auf die Beine gestellt und durchweg von Ina Lammers moderiert, die nicht nur die Lesenden ankündigte, sondern auch Fragen stellte und schließlich selbst in verteilten Rollen mitlas.
Kathy Kahner las als erste ihre Geschichte aus der aktuellen »Keller, Schlüssel«-Anthologie, danach war Nicholas Wieling an der Reihe. Den Abschluss des »Keller, Schlüssel«-Teils des Abends machte Natascha Herkt mit ihrer Geschichte »Ein Feuer in der Ferne«.
Nach jedem Leseteil spielte HerrTapete einen Song. Eine feste Setlist gab es nicht, stattdessen wurde etwas Treffendes gewählt. So erlebten wir auf humorvolle und berührende Weise noch einmal akustisch, welche Schrecken die Protagonisten der Anthologie hinter verschlossenen Kellertüren vorfanden.
Nicholas Wieling stimmte mit Ina Lammers und mir den zweiten Teil des Abends, mit einer Kostprobe aus seinem bald erhältlichen Erstlingswerk »Beziehungskisten«, an.
Ich wurde vorgewarnt, dass in meiner Sprechrolle das eine oder andere »böse Wort« fallen würde und freute mich darauf. Ganz so böse wurde es dann aber doch nicht. Es machte mir großen Spaß gemeinsam zu lesen.
Daraufhin stand ich mit »Eine Reise in Vier Wänden« aus »Struktur, Tapete« alleine auf der Bühne und erzählte von der Wildnis und einem Alltag, der seinem Protagonisten keinen Halt mehr verspricht. Manchmal ist es besser, das altgewohnte Übel aufzugeben und eine neue Reise ins Unbekannte zu wagen.
Ich stand nicht lange allein dort oben, denn den letzten Beitrag bildete eine gemeinsame Lesung mit allen Autoren. Wir trugen Ina Lammers’ Geschichte »Bleiben wollen« vor, ebenfalls aus »Struktur, Tapete«, die sich bereits bei anderen Lesungen in dieser Form bewährt hatte. Zum Abschluss sprach Stephanie Keunecke ein paar Worte zum einjährigen Bestehen des Ruhrliteratur Verlags und es wurde mit einer Packung Merci gefeiert.

Insgesamt wurde es trotz des Sauwetters ein richtig schöner Abend. Mein besonderer Dank geht an die Gäste, die sich schutzsuchend zu uns verirrt hatten und geblieben sind. Der Regen hatte immerhin zwischendurch aufgehört.
Ich danke herzlich meinen KollegInnen, sowie den Gastgebern und Veranstaltern, insbesondere Nicholas Wieling und Ina Lammers. Ich freue mich schon auf die nächste Lesung.

Auf dem Heimweg hatten wir das Gefühl, der Abend hätte uns in eine fremde Dimension versetzt. Die Straßen waren völlig verlassen. Es regnete ja auch nicht mehr.


Donnerstag, 14 April 2016, 6:06 - Lars Hannig  Allgemein

Steampunk-Romanprojekt: Lilar Canea

Bei meinem großen Romanprojekt in diesem Jahr geht es mir darum, ein Manuskript mit Exposé beim entsprechenden Verlag anbieten zu können. (Hier war die Leipziger Buchmesse eine großartige Orientierung und sehr motivierend.)

Zuerst musste ich mich für einen geeigneten Roman entscheiden.
Die Entscheidung ist auf meinen Steampunk-Fantasy-Roman »Lilar Canea« gefallen. Vielen Dank an meine Testleser für eure Begeisterung und Unterstützung.

Was hat das zu bedeuten, wenn ich doch schon ein Manuskript habe?
Die Romanidee ist gut, die Umsetzung würde ich heute ganz anders angehen, sie kam zwar gut an, überzeugt mich heute aber nicht mehr. Sowohl mein Schreibstil als auch die Welt der Geschichte haben sich stark weiterentwickelt.

Lilar Canea wird also ein komplett neues Manuskript.
Leser meiner Steampunk-Detektivgeschichten um Ermittler Robert Fuchs werden sich in der Welt gleich Zuhause fühlen, denn der Roman von 2011 legte den Grundstein für alles Weitere.
Ihr dürft gespannt sein.


Montag, 28 März 2016, 10:07 - Lars Hannig  Allgemein

»Autoren sind keine guten Gamedesigner. Filmleute sowieso nicht.«

»Autoren sind keine guten Gamedesigner. Filmleute sowieso nicht.«
Diese Aussage hat sich schon fast zu einem Mantra entwickelt. Zum Beweis werden unzählige schlechte Lizenzspiele aufgeführt. Die Autorenthematik fällt dabei auch gleich unter den Teppich, denn wenn schon die Filmleute schlecht abschneiden, was kann ein einzelner Autor da schon besser machen?
Die Aussage ist natürlich eine Verallgemeinerung. Sie impliziert, dass Gamedesigner etwas haben, was anderen Kreativen fehlt. Gerne wird betont, wie viel Computerspiele zu bieten haben und wie viel komplexer es ist ein Spiel zu entwickeln, als einen Roman zu schreiben oder einen Film zu drehen.
Jeder betont gerne, wie schwierig seine eigene Arbeit doch ist.
Es kommt eine Lawine vielfältiger Disziplinen an einem Tisch zusammen, um ein Spiel zu verwirklichen. Im Optimalfall stimmt das auch. Wobei hier eine weitere Verallgemeinerung nur leise geflüstert wird: Computerspiele sind Konsumgut und in den meisten Studios, auch in Deutschland, mag man sich kaum Kreativität leisten. Ohne genauere Zielgruppendefinition gilt der Standard: 14-29 jährig, männlich. Entwickelt wird, was sich bewährt hat. Das finanzielle und zeitliche Budget reicht nie aus und da rutscht das Augenmerk schon mal von der Gesamtqualität auf einzelne Merkmale, die poliert werden um Spontankäufer anzulocken.
Die Zeiten sind schnelllebiger geworden, das ist nicht nur bei Computerspielen so.

Aber zurück zur ursprünglichen Aussage. Autoren und Regisseure sind also meistens keine guten Gamedesigner.
Dabei wird der Umkehrschluss gerne außer acht gelassen.
Gamedesigner sind ebenso wenig von Natur aus fähige Autoren oder könnten beim Film die Rolle eines Regisseurs übernehmen, trotz möglicher Überschneidungen der Tätigkeiten.
Das Grundproblem liegt bei diesen Aussagen in der Verallgemeinerung.
Der Einfachheit halber definiere ich »Gut« als Schnittmenge der Techniken und Erzählweisen populärer Unterhaltung.
Oft genug sind demnach Gamedesigner aus mangelnder Erfahrung schon keine guten Gamedesigner. Viele haben nicht den Freiraum etwas Originelles zu schaffen und abgesehen davon auch ganz andere Sorgen. Nicht jeder Autor, der Erfolg hat, schreibt hochwertig. Regisseure werden nicht mit einem Oscar in der Hand geboren.
Um sein Handwerk zu meistern braucht es vieles. Vor allem aber Zeit und Erfahrung. Es bedeutet, sich einzugestehen, dass man auch nur ein Mensch ist, sein Bestes zu geben und sich nicht auf Leistungen auszuruhen. Die eigene Herangehensweise stets zu hinterfragen und an seinen Schwächen zu arbeiten.
Wer tatsächlich von sich glaubt, er hätte etwas, das für andere unerreichbar ist, muss sich seine Arroganz stets hart verdienen und wird schneller überholt und vergessen sein, als ihm lieb ist.
Ob Schriftsteller, Film- oder Gameleute, es sind Einsteiger und Festgefahrene die auf den Zug aufspringen und nur zu gerne derart übereilte Floskeln von sich geben und sie als Leitfaden verwenden.
Als Autor werde ich im Internet täglich mit vermeintlichen Weisheiten von Vorbildern überhäuft. Schnell wird klar, dass es sich dabei nicht um Zaubersprüche handelt, die auf wundersame Weise die Arbeit erledigen, sondern eher um Kalendersprüche. Manchmal motivieren sie. Häufig aber sind es nichts als Worte ohne Kontext.
Vorbilder haben ihren Platz, doch sie können weder Erfahrung ersetzen, noch uns die Arbeit abnehmen. Jeder muss seine eigenen Fehler machen, um daraus zu lernen.

Wir alle sind Menschen und lernen aus Erfahrung und mit der Zeit, wie weit wir von der Perfektion unseres Handwerks entfernt sind.
Zum Glück muss etwas nicht perfekt sein.
Ich gebe jeden Tag mein Bestes, manchmal schaffe ich mehr, manchmal weniger.
In einem Jahr schaue ich darauf zurück und mir wird klar, welche Fortschritte ich gemacht habe. Dazu muss ich heute schreiben, was ich schreiben kann.
Am Ende des Tages ist es genug, um zufrieden zu sein und es morgen weiter zu versuchen.


Dienstag, 22 März 2016, 21:02 - Lars Hannig  Allgemein

Du bist nicht dein Job!

Du bist nicht dein Job!
An einem Tag räumst du vielleicht Regalwände ein, baust ölige Maschinenteile zusammen, bedienst die Gäste in einem schicken Café oder verkaufst am Telefon Versicherungen an alte Damen. Es ist der uralte Tausch von Zeit gegen Geld.
Sobald du nicht mehr dafür bezahlt wirst, hörst du auf Regalpacker, Maschinenschrauber, Kellner oder Callcenter-Mensch zu sein, aber deshalb gehst du nicht verloren.
Was bleibt, bist du.

Ich wuchs mit dem Gedanken über die Arbeitswelt auf, dass alles in schöne saubere Schubladen passt und passen muss. Man brachte es mir bei, in der Schule, im Fachabi, im Studium und hämmerte es mit jedem Besuch im Jobcenter tiefer in meinen Schädel.
Du steckst die Kindheit und die Teenagerzeit in ein Sparschwein, büffelst bis die Ohren qualmen, gibst dir Mühe und wirst entweder das, was du am besten kannst oder was du werden sollst. Du steigst als junger Erwachsener ins Studium oder gleich in die Arbeitswelt ein und bald bist du endlich das, was du so lange gelernt hast zu sein. Du hast ein Zeugnis, mit dem du deinen Werdegang belegen kannst, schließlich sind wir in Deutschland. Dokumente weisen deine Person aus, deine Qualifikation, dich.
Vergiss nicht, du bist der neue heiße Scheiß.

Wehe dir, wenn dir der Weg nicht klar vor Augen liegt, wenn dein Traumberuf nicht in der Datenbank des Jobcenters auftaucht oder du eine Abzweigung nehmen willst. Pech gehabt, wenn du dir den Büroalltag irgendwie spannender vorgestellt hast. Du willst was erleben? Geh’ ins Kino oder besser: Lies ein Buch.

Ein Großteil meines Lebens war genau das mein Dilemma. Meine Leidenschaft lag im Geschichtenerzählen und in Computerspielen, die ich entwickelte. Niemand bezahlte mich dafür und ich lernte das Handwerk auf eigene Faust. Nicht für einen Job und ohne eine Idee, wie ich damit Geld verdienen könnte, bloß für mich selbst.
Zehn Jahre später studierte ich Game Design und schrieb. Jobs kamen und gingen, sogar in der Gamesbranche. Heute verdiene ich meinen Lebensunterhalt als Programmierer. Und ich schreibe. Das ist mein Beruf.

Allem voran bin ich Geschichtenerzähler und Spielemacher aus Leidenschaft.
Ich bleibe es. Nicht weil ich grade davon lebe, sondern weil es in meiner Natur liegt.
Ich bin Autor, ich schreibe. Alles andere findet sich.


Donnerstag, 3 März 2016, 6:39 - Lars Hannig  Allgemein

Jahresziel: Roman

Schreibtisch 2016
Ich sitze an meinem Schreibtisch und blicke auf das Bild des Leuchtturms, der in finsterer Nacht über ein aufgepeitschtes Meer signalisiert. Möwen umkreisen den Turm im Mondschein.
Vor meinem Fenster ist es dunkel. Ich sitze in meinem frisch gestrichenen Arbeitszimmer, noch umgeben von Umzugskartons. Neben mir eine Tasse Kaffee, ein Oxford Block für Notizen, vor mir die Tastatur und der Bildschirm.
Ich wohne jetzt in Bochum. Mit dem neuen Jahr und dem neuen Ort ist es wieder einmal Zeit über meine Prioritäten nachzudenken.
Ich habe zwei Jobs, die meine Zeit beanspruchen. Erst schreibe ich, dann fahre ich ins Büro und programmiere Vollzeit bis zum Feierabend. Ich gehe grundsätzlich früh schlafen und stehe früh auf.
Mit zwanzig glaubte ich, Nachtmensch zu sein, doch ich war es nie. Ich saß bloß ständig im Dunkeln vor einem Bildschirm, die Tageszeit hatte oft keine Bedeutung. Sobald es aber Nacht wurde, war mit mir nichts mehr anzufangen. Ich war zu erschöpft, um kreativ zu sein und dann waren da noch die bösen Träume.
Es ist gut, das zu wissen, denn so kann ich mir die beste Zeit zum Schreiben heraussuchen. Für mich sind das die Stunden gleich nach dem Aufstehen. Es ist immer das Erste, was ich jeden Tag tue. Alles andere kommt danach. Das ist anstrengend, kostet viel Überwindung, aber es fühlt sich auch gut an, denn egal wie der Tag aussieht, ich weiß, ich habe schon etwas Wichtiges geschafft.

Im vergangenen Jahr habe ich fast nur Kurzgeschichten geschrieben. Ein paar davon habe ich bei Verlagen unterbringen können.
Mittlerweile gehe ich an jede Kurzgeschichte, wie an einen Miniroman. Zuerst plane ich, dann erzähle ich die Geschichte. Aufgrund der Wortbegrenzung kann ich nur ausgewählte Szenen preisgeben. In der Regel ist das Planungsdokument fast so lang wie die erzählte Geschichte, manchmal aber auch länger, ohne das etwas ausformuliert ist. Das dauert eine Weile, aber es ist die Sache wert, denn auch was ich nicht erzähle, schimmert in den Geschichten durch und verbindet sie miteinander.
Fertig ist die Geschichte erst nach der Überarbeitung. Im besten Fall genügen vielleicht drei Durchgänge. Manchmal braucht es aber auch sieben oder mehr. Zum Glück geht das bei einem zwanzig seitigen Projekt schneller als bei einem dreihundert- oder vierhundertseitigen Roman.
Ich überarbeite nicht alleine, als Autor sieht man gewisse Probleme erst, wenn ein wachsames Auge darauf hinweist. Bei mir sind das vor allem interessante Fragen und Details, an die ich noch gar nicht gedacht habe. Hier spielt dann wieder das Planungsdokument als Fundgrube eine große Rolle. Glücklicherweise lebt meine ideale Erstleserin mit mir zusammen und schreibt selbst großartig, wenn sie die Zeit dazu findet.

Es ist motivierender eine Kurzgeschichte abzuschließen, die für mich diesen Miniroman Charakter hat, als viele Monate oder Jahre in ein Romanprojekt zu stecken, dass dann immer noch nicht fertig ist. Je größer das Projekt, desto eher findet man etwas, dass sich verbessern lässt. Deshalb habe ich eine Schublade voller Romanprojekte, die alle zu Ende erzählt aber nicht veröffentlicht sind. Man kann sie ja auch nicht mal eben überarbeiten. Das kostet wieder Monate und das nächste reizvolle Projekt steht gleich vor der Tür.
Es fällt mir leichter, mich für eine weitere Kurzgeschichte zu entscheiden, denn die hat eine reelle Chance bald einen Verlag zu finden. Gerade hat meine Freundin und Autorenkollegin wieder eine Geschichte beim Ruhrliteratur Verlag untergebracht.
Ich schaue wieder in die Schublade mit den Manuskripten und mir wird flau im Magen. Was nützt es, Romane zu schreiben, wenn sie unveröffentlicht sind und niemand sie lesen kann? Ich müsste mich für einen Roman entscheiden, ihn aufmerksam lesen, ein Exposé schreiben und dem Drang widerstehen, gleich wieder zu überarbeiten. Aber überarbeiten muss ich doch …
Es ist der Respekt vor der jahrelangen Arbeit, die Angst trotz Veröffentlichungen nicht gut genug zu sein, die mich davon abhält, diese Romane in die Welt hinauszuschicken. Jeder veröffentlichte Romanautor kennt diesen Moment.
Halt! Weiche ich tatsächlich meinen Romanprojekten aus? Plötzlich ist es wichtiger geworden vielleicht etwas Kleines zu veröffentlichen als mit etwas großem ein Risiko einzugehen und mich über Monate ganz einem Projekt zu widmen.
Vor einer Weile fragte man mich noch: »Du bist Autor? Hast du denn schon was veröffentlicht?« Jetzt fragt man mich wie viel, als gelte es, einen Rekord aufzustellen.
Möchte man etwas schaffen, muss man sich die Zeit dafür nehmen und Prioritäten setzen. Im letzten Nanowrimo ließ ich Konzertkarten verfallen, um eine mir selbst gesetzte Deadline zu schaffen. Das Verrückte daran ist, ich finde es zwar nach wie vor schade, aber ich würde mich nicht umentscheiden. Das Schreiben ist mein Beruf. Meine Schreibzeit steht nicht zur Diskussion.

Ich glaube, eine der wertvollsten Ressourcen des Autors ist Zeit. Gerade heutzutage gehen wir mit nichts verschwenderischer um. Ich schaue nur mal eben auf Facebook: Nein. Ich lese nur kurz was in der Welt passiert: Nein. Es kommt nicht infrage auf E-Mails zu antworten oder »nur mal kurz« Feedback auf einen fremden Text zu geben. »Nur mal kurz« gibt es beim Schreiben sowieso nicht.
Das alles hat nichts in meiner Schreibzeit zu suchen. Auch nicht in meiner Lesezeit, wenn ich im Zug sitze und zur Arbeit fahre. In dieser Zeit denke ich über eine Geschichte nach oder lese Romane meiner Lieblingsautoren.
Wir leben in einer Zeit der Reizüberflutung. Selektion wird zum wertvollen Gut.
Nach der vielen Arbeit bleibt noch etwas Zeit für alltägliche Dinge und Entspannung, dann sitze ich gerne mit meiner Freundin auf dem Sofa, schaue Serien oder zocke etwas.
Es ist wichtig sich darüber klar zu werden, was man mit seiner Zeit anfangen möchte.
Ich kann das ganze Jahr über meine Miniromane in Kurzgeschichten Gewand schreiben. Die meisten Leser bevorzugen Romane.
Meine besten Geschichten sind Romane und dieses Jahr möchte ich einem dieser Romane widmen. Selbst auf die Gefahr hin, dass er in absehbarer Zeit keinen Verlag findet. Dann habe ich zumindest etwas in der Hand.
Wichtig ist nicht die Zahl der Veröffentlichungen. Viel wichtiger für mich ist die Qualität meiner Geschichten. Mit jeder Kurzgeschichte und jedem Roman lerne ich dazu.
Das Wichtigste ist seine Zeit zu nutzen.
Ich bin Autor. Ich schreibe.


Samstag, 27 Februar 2016, 12:21 - Lars Hannig  Allgemein

Lesung in Hamm, Buchhandlung Akzente

Am 19. Februar um 19:30 fand in Hamm in der Buchhandlung Akzente unsere »Struktur, Tapete« Lesung statt.
Es war ein langer Tag, direkt von meiner Arbeit als Programmierer fuhr ich weiter zur Lesung. Ich hoffe, man hat es mir nicht zu sehr angemerkt.
Ich war zum ersten Mal in Hamm. Als ehemaliger Dortmunder war mein erster Eindruck des Freitagabends: Eine herrlich breite Fußgängerzone, in der man sich nicht im Strom der Menschen von Geschäft zu Geschäft drängen braucht. So ist es in Dortmund leider nur am ganz frühen Morgen oder am späten Sonntagabend. Als ich noch zum Studium pendelte, verfestigte sich vor allem dieses morgendliche Bild der verschlafenen Dortmunder Fußgängerzone in meinem Kopf, durch die man entspannt schlendern konnte. Zu anderer Zeit stößt man leider auf Eile und Gedränge.
So war mir Hamm auf dem Hinweg zur Lesung gleich sympathisch. Wir (die lesenden AutorInnen von Ruhrliteratur) trafen uns am Bahnhof und konnten gemütlich durch die Fußgängerzone schlendern.
Einen Augenblick standen wir verdutzt vor der Buchhandlung. Ein eisernes Gitter versperrte die Tür, doch im inneren brannte Licht. Dort waren Menschen. Viele Menschen.
Wir überlegten, irgendwie auf uns aufmerksam zu machen. Jemand kam uns zuvor und öffnete die Gittertür. Also waren wir doch am richtigen Ort.
Schon wurden wir von Margret Holota, der Inhaberin der Buchhandlung Akzente, herzlich begrüßt. Der Verkaufsraum zog sich schlauchartig in die Länge. Regale mit ausgewählten Büchern zierten die Wände, im vorderen und hinteren Bereich waren Stuhlreihen aufgebaut. In der Mitte standen Mikrofone und die Instrumente unserer musikalischen Unterstützung: HerrTapete.
Da auf den uns angedachten Plätzen bei den Mikros schon Gäste saßen, setzten wir uns in die vorletzte Reihe, ein gutes Stück entfernt nahe des Eingangs. Wenn dafür auch die nächste Lesung so gut besucht ist, komme ich gerne wieder in die Verlegenheit. Kaum zu glauben. So viele Leute waren bereit, Eintritt zu bezahlen, um uns zuzuhören!

Den Anfang machte Nicholas Wieling, der mit Unterstützung von Natascha Herkt und Caroline Königs seine Geschichte »Die Zelle« aus »Struktur, Tapete« las. Sein erster Roman »Beziehungskisten« wird ebenfalls bei Ruhrliteratur erscheinen.

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(Fotos: Ruhrliteratur)

Nach jeder gelesenen Geschichte trat HerrTapete ans Mirko und unterhielt die Gäste mit seinen eingängigen Melodien und schrägen Texten, was sehr zur guten Stimmung beitrug. HerrTapete Youtube Video (von Ruhrliteratur)

Natascha Herkt gab mit ihrer Geschichte »Ein Feuer in der Ferne« einen Vorgeschmack auf die »Keller, Schlüssel«-Anthologie, die im Ruhrliteratur Verlag erscheinen wird.

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(Fotos: Ruhrliteratur)

Darauf folgte Caroline Königs, die in verteilten Rollen mit Nicholas Wieling, Natascha Herkt und Ina Lammers aus ihrem frisch veröffentlichten Roman »Die verlorene Räson« las (erschienen bei Ruhrliteratur).

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(Fotos: Ruhrliteratur)

Nach einer kurzen Pause las ich meine Geschichte »Eine Reise in vier Wänden« aus »Struktur, Tapete«. Darin erkennt der Ich-Erzähler, dass sein Grübeln ihn an einen Alltag fesselt, der längst keinen Halt mehr verspricht. Nicht das Zerdenken seiner Situation bietet Lösungsansätze, manchmal genügen eine Portion Mut und die bewusste Entscheidung etwas zu ändern.
Zum Abschluss las Ina Lammers ihre Geschichte »Bleiben wollen«, ebenfalls aus »Struktur, Tapete« in verteilten Rollen mit allen anderen AutorInnen, was dem Text für mich eine ganz neue Wirkung gab und viel Spaß gemacht hat.

Es gab Gelegenheit mit einigen der insgesamt 50 Gäste zu sprechen, die daraufhin erzählten, wie sie unsere Geschichten empfanden und was ihnen besonders gefiel. Wir scheinen die Erwartungen übertroffen zu haben.
Nach der Lesung begleiteten wir Stephanie Keunecke vom Ruhrliteratur Verlag (FB) noch ein Stück und ließen den Abend bei einem Getränk ausklingen.
Ich danke allen Beteiligten herzlich und natürlich auch den Gästen für diese schöne Lesung, die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.


Mittwoch, 23 Dezember 2015, 18:19 - Lars Hannig  Allgemein

Ruhrliteratur Lesung vom 19. Dezember in Gelsenkirchen

Die Lesung am Samstag, dem 19. Dezember in Gelsenkirchen, in den Räumlichkeiten der Kreativstatt – junge Werkstatt e.V. war ein voller Erfolg.
Offizieller Schwerpunkt war die »Struktur, Tapete«-Anthologie. Passend zur Weihnachtszeit wurden weitere Geschichten aus der neuen Anthologie »Weihnachten im Pott« vorgetragen. Zum Schluss lasen Caroline Königs und Nicholas Wieling aus ihren Romanen »Die verlorene Räson« und »Beziehungskisten«, die voraussichtlich im Frühjahr im Ruhrliteratur Verlag erscheinen werden.

Die Veranstaltung war gut besucht, die Stimmung entspannt und schön, die Räumlichkeit gemütlich und praktisch. Die Fotografien der Bild-Text-Anthologie wurden mit einem Beamer auf die Wand projiziert, Spotlights sorgten für stimmungsvolle Beleuchtung. Es gab Stehtische für die Autoren, auf Wunsch hätten wir auch ein Mikro haben können, was aber nicht notwendig war. Auch mit Getränken wurden wir versorgt. Für die Gäste gab es genug Stühle und sogar erhöhte Logenplätze.
Der Ablaufplan des Abends beinhaltete eine Anmoderation, mehrere kurze Pausen zwischendurch und funktionierte reibungslos. Das Publikum wurde gut unterhalten.

Lesung 19.12. Gelsenkirchen: Natascha Herkt, Caroline Königs, Nicholas Wieling Lesung 19.12. Gelsenkirchen: Lars Hannig
(Foto links: Natascha Herkt, Caroline Königs, Nicholas Wieling. Foto rechts: Lars Hannig. Fotos von Ruhrliteratur)

Den Anfang machte Nicholas Wieling mit seiner Geschichte »Die Zelle«, Natascha Herkt und Caroline Königs unterstützten ihn und lasen in verteilten Rollen.
Ich las meine Geschichte »Eine Reise in vier Wänden«, Natascha Herkt trug ihre Erzählung »Ich hatte immer Angst vor Darth Vader« vor. Caroline Königs schloss den ersten Block von »Struktur, Tapete« mit ihrem Text »hinter wahrheit«.

Lesung 19.12. Gelsenkirchen: Natascha Herkt, Lars Hannig Lesung 19.12. Gelsenkirchen: Natascha Herkt
(Natascha Herkt, Lars Hannig. Fotos von Ruhrliteratur)

Der zweite Block drehte sich um die neue Anthologie »Weihnachten im Pott« des Ruhrliteratur Verlags. Der Titel verspricht eine besinnliche Anthologie und genau das ist sie auch geworden. Nicht ganz so dick wie »Struktur, Tapete«, wirkt »Weihnachten im Pott« auf mich noch etwas ausgereifter und ist sehr unterhaltsam.
Ingesamt schaffen die Texte es, Erwartungen zu erfüllen und dabei trotzdem frisch und originell zu sein. Der Tonfall ist oft humorvoll und eignete sich gut für den zweiten Block des Abends.
Den Anfang machte ich mit meiner Geschichte »Die letzte Zutat zum Fest«, Natascha Herkt unterstützte mich und las die Rolle des kleinen Mädchens, das zuerst als Rivalin im Sandkasten und später als beste Freundin des gleichaltrigen Protagonisten auftritt.
Natascha las ihre Geschichte »Geschriebene Geschenke« direkt aus dem frisch geöffneten Belegexemplar und sorgte mit ihrer Schilderung von skurriler Verwandtschaft in feuchtfröhlicher Weihnachtsstimmung für einige Lacher.
Spontan las Kathy Kahner ihre Geschichte »Sankt Heterocephalus – oder die Wahrheit über Weihnachten« und sorgte für einen humorvollen Abschluss des zweiten Blocks.

Lesung 19.12. Gelsenkirchen: Kathy Kahner
(Kathy Kahner, Foto von Ruhrliteratur)

Der abschließende Block gehörte Caroline Königs mit einem Auszug aus ihrem Roman »Die verlorene Räson« und Nicholas Wieling mit einem Auszug aus seinem Roman »Beziehungskisten«. Beide Projekte sind auf ihre Weise vielversprechend und originell, fernab typischer Genregrenzen. Ich bin gespannt und neugierig.

Für den schönen Abend bedanke ich mich herzlich, sowohl beim Team der Kreativstatt als auch dem Ruhrliteratur-Team, besonders Stephanie Keunecke, die gerade erst als Verlegerin durchstartet und schon vieles richtig macht, was man bei anderen Kleinverlagen manchmal vermisst. Man merkt, dass sowohl der Ruhrliteratur Verlag als auch die Veröffentlichungen Herzensprojekte sind.

Ruhrliteratur Tasche

Die Anthologien »Struktur, Tapete« und »Weihnachten im Pott« gibt es als Taschenbuch und E-Book im Buchhandel oder direkt bei Ruhrliteratur. Die schönen Stofftaschen findet ihr exklusiv im Onlineshop und auf unseren Ruhrliteratur Lesungen.


Montag, 14 Dezember 2015, 19:30 - Lars Hannig  Allgemein

Neuigkeiten zum Jahresende

Für mehr als die aktuellsten Neuigkeiten auf meiner Facebook-Autorenseite blieb in den letzten Wochen leider keine Zeit, das Jahresende nähert sich und im Dezember steht mir noch ein Umzug bevor. Was ist also in der Zwischenzeit passiert?

Die UNTOT-Anthologie des Sperling-Verlags ist als Taschenbuch im Buchhandel zu haben. Darin enthalten ist unter anderem meine Gruselparodie »Grabhügelhaus«.

Ebenfalls als Taschenbuch erschienen ist nun auch die Anthologie Struktur, Tapete des Ruhrliteratur Verlags. Neben meiner Geschichte »Eine Reise in vier Wänden« findet sich darin auch die Erzählung »Ich hatte immer Angst vor Darth Vader« von meiner Autorenkollegin Natascha Herkt.

Im Dezember und im neuen Jahr stehen weitere Lesungen aus Struktur, Tapete an.
Merkt euch folgenden Termin vor:
Samstag, 19. Dezember um 19:30
Kreativstatt – junge Werkstatt e.V.
Hagenstraße 32, 45894 Gelsenkirchen

Der Nanowrimo war trotz engem Zeitplan ein Erfolg. Für gewöhnlich packe ich mir so wenig Termine wie möglich in den November, diesmal gab es private Termine, zwei Verlagstermine und eine Lesung. Das macht zwar Spaß, bedeutet aber einen umso härteren Nano, denn es bringt meinen morgendlichen Schreibrhythmus durcheinander. Ein stetiges Pensum ist für mich kriegsentscheidend.
Immerhin habe ich das Ziel erreicht und mein Psychothriller steht in der Rohfassung zu einem guten Drittel. Der Grundstein ist gelegt, auch wenn noch viel Arbeit auf mich wartet.

Zu guter Letzt noch eine tolle Neuigkeit: eine weitere Veröffentlichung!
Meine Geschichte »Die letzte Zutat zum Fest« hat es in die Anthologie: Weihnachten im Pott des Ruhrliteratur Verlags geschafft. Ebenfalls mit dabei ist meine Autorenkollegin Natascha Herkt mit ihrer Geschichte: »Geschriebene Geschenke«.


Samstag, 31 Oktober 2015, 14:47 - Lars Hannig  Allgemein

UNTOT-Anthologie nun vorbestellbar

"Untot"-Anthologie (vorläufiges Cover) vom Sperling Verlag

Passend zu Halloween gibt es tolle Neuigkeiten! Die UNTOT-Anthologie des Sperling Verlags kann ab sofort vorbestellt werden und wird am 4. November 2015 als Taschenbuch erscheinen. Darin findet ihr neben vielen anderen tollen Geschichten auch meine Grusel-Parodie »Versteckspiel im Grabhügelhaus«. Die Geschichte ist wie geschaffen, um euch noch einmal in Halloweenstimmung zu versetzen, ohne gleich ein ganzes Jahr warten zu müssen.
Übrigens habe ich nun auch eine Amazon-Autorenseite.

Ich wünsche euch ein schaurig-schönes Halloween.


Donnerstag, 22 Oktober 2015, 18:43 - Lars Hannig  Allgemein

Vorbereitungen zum Nanowrimo und weitere Veröffentlichung

Wieder einmal steht der National Novel Writing Month bevor. Kurz: Nanowrimo, noch kürzer: Nano.
Bei der Online-Schreibveranstaltung geht es darum, innerhalb der dreißig Tage des Novembers einen Romanentwurf von 50.000 Worten zu schreiben.
Neben einer riesigen Gemeinschaft von Autoren, die sich über die Foren auf der Nanowrimo-Website (www.nanowrimo.org) austauschen und motivieren, gibt es in vielen Städten lokale Treffen. Auch in Deutschland. Wo genau, findet man am besten im Nanowrimo-Forum heraus.

Für diesen Nanowrimo habe ich mir vorgenommen, einen Thriller zu schreiben.
Ihr könnt meine täglichen Fortschritte hier direkt mitverfolgen.
Die Planung läuft bereits auf Hochtouren. Ich bin meinem Vorsatz zu plotten zumindest etwas näher gekommen, als in den Jahren davor. Trotzdem ist die Zeit knapp.
Passend zum Thema Thriller sozusagen.

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Eine weitere Veröffentlichung steht bevor.
Meine zweite Geschichte um Ermittler Robert Fuchs mit dem Titel: »Der Schatten des Pianisten« wird im Moon House Verlag in der Anthologie »Wenn es Nacht wird…« voraussichtlich noch in diesem Jahr erscheinen.